Frist abgelaufen

Vergabeverfahren Generalunternehmer Neubau Grundschule Augustastraße, Solingen

Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung der Stadt Solingen ist der Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Einfach-Turnhalle geplant. Der Neubau gliedert sich in massive Untergeschosse und eine leichte Holzbauweise in den Obergeschossen mit Stahlbetonkernen zur Aussteifung. Das Baufeld ist sehr eng und befindet sich auf unterschiedlichen Höhen. Daher müssen der Bauablauf und die Baustellenlogistik entsprechend optimiert werden. Ein ehemaliges Schulgebäude, welches zuletzt als Kita genutzt wurde, wird als Vorleistung bauseits rückgebaut. Der alte Baumbestand entlang der Augustastraße wird ebenfalls als Vorleistung gefällt. Die Bäume im Westen des Grundstücks und ein Baum an der Kreuzstraße sind zu schützen. Im Rahmen des Bauvorhabens muss der Auftragnehmer die Außenanlagen und Schulhofflächen umfänglich und gemäß Planung neu anlegen und gestalten. Aufgrund der Topografie des Geländes, ist der neue Schulhof in drei Ebenen mit unterschiedlichen Höhen eingeteilt. Der Auftragnehmer errichtet das Gebäude wird nach den Richtlinien des Gebäudeenergiegesetzes 2024 (GEG), nach den geltenden Vorschriften, insbesondere den Vorschriften der Landesbauordnung NRW, den DIN-Vorschriften, der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) und unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik zum Zeitpunkt der Baugenehmigung. Die Planung wird unter Beteiligung der Unfallkasse erarbeitet. Der Auftragnehmer hat das Gebäude nach den Vorgaben der Planung so zu errichten, dass die Anforderungen zum Erreichen des BEG/KFW Effizienzhaus 40 als klimafreundlicher Neubau erfüllt werden. Der Neubau hat eine BGF von ca. 8.058 m². Ausgeschrieben wird die Vergabe aller zur Realisierung des Bauvorhabens erforderlichen Bauleistungen an einen Generalunternehmer. Der Auftragnehmer erbringt die Leistungen aufgrund einer teilfunktionalen Leistungsbeschreibung, die der Auftraggeber spätestens mit der Aufforderung zur Abgabe der Erstangebote bereitstellt. Die ganzheitliche Neugestaltung der Außenanlagen ist ebenfalls Bestandteil der GU-Leistung. Der Auftragnehmer erbringt alle wesentlichen Wartungsleistungen mindestens für die Dauer der jeweils vertraglich geschuldeten Gewährleistung. Den genauen Umfang der Wartungsleistungen teilt der Auftraggeber spätestens mit Aufforderung zur Abgabe der Erstangebote mit.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
07.05.25
Teilnahmefrist
09.06.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Solingen, Deutschland
E-Mail
rechtsanwalt@stalmann.eu
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Telefon
+49 203 93509964
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Website
https://solingen.de/inhalt
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Der Bewerber weist seine technische und berufliche Leistungsfähigkeit durch die Angabe von Referenzprojekten über in den letzten zehn Jahren, ausgehend von der Teilnahmeantragsfrist, erbrachte vergleichbare Leistungen unter Berücksichtigung der nachfolgend angegebenen Mindestanforderungen unter Verwendung des Vordrucks „Teilnahmeantrag und Bewerberbogen – Abschnitt 5“ wie folgt nach

    • Referenz A:
    • - Fertigstellung und Abnahme nach 01.05.2015
    • - Bauwerkskosten (KG 300+400) und Außenanlagen (KG 500) nach DIN 276 brutto i. H.v. mind. 15 Mio.€ netto
    • - Referenz betrifft Errichtung eines Gebäudes als General- oder Totalunternehmer mind. bis Ausbaustufe veredelter Rohbau ohne Innenputz
    • - mind. 20% der beauftragten Leistungen müssen vom Referenzinhaber selbst, d.h. im eigenen Betrieb ausgeführt worden sein
    • Referenz B:
    • - Fertigstellung und Abnahme nach 01.05.2015
    • - Bauwerkskosten (KG 300+400) und Außenanlagen (KG 500) nach DIN 276 brutto i. H.v. mind. 15 Mio. EUR netto
    • - Referenz betrifft Errichtung eines Gebäudes als (Teil-)General- oder Totalunternehmer mind. bis Ausbaustufe veredelter Rohbau ohne Innenputz
    • - mind. 20% der beauftragten Leistungen müssen vom Referenzinhaber selbst, d.h. im eigenen Betrieb ausgeführt worden sein
    • Referenz C:
    • - Fertigstellung und Abnahme nach dem 01.05.2015
    • - Referenz betrifft selbst ausgeführte Rohbauleistungen bei einem Gebäude in Holz/Beton-Hybridbauweise und/oder elementierte Holz-Tragkonstruktionen
    • - Kosten Holzbauleistungen i. H. v. mind. 2,0 Mio. EUR netto
    • Für jede Referenz sind (unter Verwendung des Formblatts – Teilnahmeantrag und Bewerberbogen) jeweils folgende Angaben zu machen:
    • a) Bezeichnung des Referenzprojektes,
    • b) Leistungszeitraum, inkl. Datum der Fertigstellung
    • c) Aussagekräftige Beschreibung der erbrachten Leistungen (ggf. differenziert nach Eigenanteil und Leistungen Dritter),
    • d) Auftraggeber (Name, Anschrift), (zwingend, soweit es sich nicht um eine natürliche Person handelte)
    • e) Optional: Ansprechpartner des Auftraggebers (Telefonnummer, E-Mail),
    • Für die Teilnehmer einer Bewerbergemeinschaft sind die oben aufgeführten Nachweise für jeden Teilnehmer separat einzureichen.
    • Der Nachweis und die Prüfung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit erfolgt für eine Bewerbergemeinschaft als solche und nicht für jeden Teilnehmer einer Bietergemeinschaft einzeln.
    • Auswahlkriterium im Rahmen der Bewerberauswahl ist die anhand entsprechender Referenzen belegte Erfahrung des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft mit möglichst vergleichbaren Bauaufgaben. Diese wird anhand folgender Kriterien bewertet:
    • - Anzahl der Referenzen mit Holz/Beton-Hybridbauweise und/oder elementierte Holz-Tragkonstruktionen: je 2 Punkte
    • - Anzahl der Referenzen für öffentliche Auftraggeber: je 1 Punkt Bewertung
    • - Anteil der selbst ausgeführten Leistungen in Prozentpunkten: je 1 Punkt pro 10% Anteil Eigenleistung (oberhalb der 20% Mindesteigenanteil)
    • - Anzahl der Referenzen mit Gebäudeart Schulen mit durchschnittlichen Anforderungen (zum Beispiel Grundschulen, weiterführende Schulen und Berufsschulen) sowie Schulen mit hohen Anforderungen (z.B. Bildungszentren, Hochschulen, Universitäten und Akademien): je 1 Punkt für Referenzen mit durchschnittlichen Anforderungen und je 2 Punkte für Referenzen mit hohen Anforderungen
    • Für die Bepunktung werden auch die Referenzen zur Erfüllung der Mindestanforderung berücksichtigt. Bewertet werden nur Referenzen, auch als Ref. A/B oder C wertbar sind.
  • Bestehen einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung oder sofern derzeit keine Versicherung in erforderlicher Höhe geführt wird, Erklärung, dass eine solche Versicherung im Auftragsfall abgeschlossen wird, bei einem Versicherer, der im Gebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) niedergelassen ist. Mindeststandard: Deckungssummen mind. 5 Mio. EUR für Personenschäden und Sachschäden sowie mind. 3 Mio. EUR für sonstige Schäden, jeweils mind. zweifach maximiert p.a.

    • Erklärung über den Gesamtumsatz in den letzten drei Geschäftsjahren
    • Mindeststandard: Umsatz durchschnittlich mind. 15 Mio. EUR netto p.a.
    • I. Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
    • a Darstellung des Unternehmens (möglichst unter Angabe von Namen, Sitz, Postanschrift, Rechtsform, Gegenstand des Unternehmens, Nummer der Eintragung in einem öffentlichen Register, gesetzlicher Vertreter, Ansprechpartner, Telefon, E-Mail-Adresse, ggf. zuständige Niederlassung bzw. Standort, Leistungsspektrum und Kerngeschäft des Unternehmens) sowie – falls zu-treffend – ausführliche Darstellung der Konzernverbundenheit/-angehörigkeit zu anderen Unternehmen.
    • b) Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB.
    • c) Eigenerklärung zu Artikel 5 k) der Verordnung (EU) 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren
    • d) Eigenerklärung zu § 22 des Gesetzes über die unternehmermischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – LkSG)
    • e) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gem. § 21 des Arbeitnehmerentsendegesetzes, § 98 c des Aufenthaltsgesetzes, § 19 des Mindestlohngesetzes und § 21 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, soweit diese Vorschriften jeweils anwendbar sind
    • Für die Teilnehmer einer Bewerbergemeinschaft sind die oben aufgeführten Nachweise für jeden Teilnehmer separat einzureichen.

Zuschlagskriterien

  • Angebotspreis

    • Für das Zuschlagskriterium „Angebotspreis“ haben die Bieter den jeweiligen Preis für die zu beauftragenden Leistungsbausteine einschließlich Errichtung und Wartung unter Verwendung des ausgefüllten Preisblatts (Anlage 3) anzugeben (angebotene Auftragssumme = Wertungspreis ).
    • Liegen mehrere bewertbare Angebote verschiedener Bieter mit abweichenden Preisen vor, erfolgt eine vergleichende Wertung für das Kriterium mittels linearer Interpolation.
    • Das bewertbare Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält 60 Bewertungsunkte.
    • „0“ Bewertungspunkte erhält ein fiktives Angebot mit dem 2-fachen des niedrigsten Angebotspreises. Liegt ein Angebot über dem 2-fachen des niedrigsten Bewertungspreises, erhält dieses ebenfalls „0“ Bewertungspunkte.
  • Bauablauf- und Terminkonzept

    • Der Bieter hat mit seinem Angebot ein Bauablauf- und Terminkonzept einzureichen. Das Zuschlagskriterium „Bauablauf- und Terminkonzept“ wird mit 10 % gewichtet.
    • Es wird erwartet, dass der Bieter darin die vorgesehene Herangehensweise sowie die planerische und bauliche Umsetzung des Projektes darstellt. Dabei sind im Konzept Aussagen zu den nachfolgenden Aspekten unter Berücksichtigung der Besonderheiten der ausgeschriebenen Leistung zu treffen:
    • a) Gestaltung der Leistungen gemäß Vertragsentwurf sowie vorgegebenem Termin- und Zeitplan
    • b) geplanter Ablauf der im Einzelnen zu erbringenden Leistungen
    • c) Ausführungen zur Baulogistik, d.h. z.B. zur Anfahrt und Zwischenlagerung von Bauelementen, Organisation der Baustelle auf dem begrenzten Baugrundstück innerhalb des Wohngebietes (BE-Plan und Bauphasen), Berücksichtigung des Anliegerverkehrs
    • Das Bauablauf- und Terminkonzept, in welchem die vorstehend genannten Bewertungsaspekte darzustellen sind, ist auf nach Möglichkeit nicht mehr als 20 DIN A4-Seiten in 12-Punkt-Schrift (exkl. Anlagen) zu begrenzen.
  • Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Projektleiters

    • Das Zuschlagskriterium „Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Projektleiters“ wird mit 20 % gewichtet. Die Erfahrung und Qualifikation des namentlich anzubietenden Projektleiters, d.h. des vor Ort in der Regel während der Bauzeit täglich anwesenden für das Bauvorhaben auf Seiten des Auftragnehmers verantwortlichen Ansprechpartners, wird nach Schulnoten mit zwischen 0 bis 5 Leistungs-Punkten bewertet, wobei 0 Punkte einem „mangelhaft/nicht ausreichend“ entsprechen und 5 Punkte einem „sehr gut“. Die erzielten Leistungspunkte werden jeweils mit dem Faktor vier multipliziert, um max. 20 Wertungspunkte erreichen zu können.
    • - Anforderungen an den einzusetzenden Projektleiter:
    • Der Bieter sichert mit Abgabe seines Angebots zu, dass er im Falle der Beauftragung den namentlich angebotenen und bewerteten Projektleiter auch im Projekt einsetzen wird
    • Die namentliche Benennung der für die Schlüsselpositionen vorgesehenen Mitarbeiter sowie der Nachweis von persönlichen Referenzen und Nachweisen ist im Rahmen der Teilnahmeanträge nicht gefordert und nicht erforderlich. Diese wird erst von den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten und zur Abgabe eines Erstangebots aufgeforderten Bewerbern verlangt und im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote relevant.
  • Gewährleistung Baukonstruktion: Das Zuschlagskriterium „Gewährleistung Baukonstruktion“ wird mit 5 % gewichtet. Bei diesem Zuschlagskriterium wird eine vom Bieter mit seinem Angebot eingeräumte verlängerte Gewährleistung für die Baukonstruktion über die gesetzliche Frist von fünf Jahren hinaus positiv bewertet. Für die gesetzliche Gewährleistungsfrist von fünf Jahren erhält ein Angebot in diesem Kriterium 0 Punkte. Je Jahr verlängerter Gewährleistungsfrist über die fünf Jahre hinaus bis max. 15 Jahre erhält ein Angebot je 0,5 Bewertungspunkte, d.h. für eine angebotene Gewährleistungsfrist von 15 Jahren erhält ein Angebot in diesem Zuschlagskriterium die maximal möglichen 5 Bewertungspunkte.

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