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VG Selters - Sanierung und Erweiterung "Verbandsgemeindeverwaltung 3.0" Selters, Los 1: Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI

Auftraggeber
Veröffentlicht
30.07.2026
Angebotsfrist
Die Verbandsgemeinde Selters beabsichtigt die Sanierung und Erweiterung ihres bestehenden Verwaltungsgebäudes am Standort Am Saynbach 5-7 in Selters (Westerwald). Alternativ ist - abhängig von den Ergebnissen einer im Rahmen der Grundlagenermittlung und Vorplanung durchzuführenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung - die Errichtung eines Neubaus vorgesehen. Das Bestandsgebäude stammt im Wesentlichen aus den 1970er Jahren und wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert. Es entspricht sowohl in baulicher als auch in technischer Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Insbesondere die Gebäudehülle, die technische Gebäudeausrüstung sowie die bestehenden Raumstrukturen sind grundlegend zu modernisieren. Ziel der Maßnahme ist eine funktionale, wirtschaftliche und nachhaltige Neuordnung des Verwaltungsstandorts unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen an Arbeitsplätze, Barrierefreiheit und Digitalisierung. Im Rahmen der Planung ist neben der Sanierung des Bestandsgebäudes auch die Möglichkeit einer Erweiterung, insbesondere durch einen Anbau zur Deckung des zusätzlichen Flächenbedarfs, zu untersuchen. Gleichzeitig ist eine Variantenbetrachtung zwischen Sanierung und Neubau durchzuführen, die insbesondere die Wirtschaftlichkeit, Folgekosten sowie funktionale und energetische Aspekte berücksichtigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung eines zukunftsfähigen Nutzungskonzepts für ca. 100 Arbeitsplätze, einschließlich flexibler Arbeitsplatzmodelle, Besprechungs- und Sonderräume (u. a. Sitzungssaal) sowie auf der Umsetzung eines nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudekonzepts. Angestrebt wird eine energetische Qualität mindestens nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes, mit der Option einer weitergehenden Ausführung als Effizienzgebäude 40. Die Planung ist unter Berücksichtigung eines möglichen Bauens im laufenden Betrieb sowie erforderlicher Interimslösungen durchzuführen. Die vorstehenden Ausführungen stellen eine zusammenfassende Darstellung dar. Maßgeblich ist die ausführliche Leistungsbeschreibung, die Bestandteil der Vergabe- und Vertragsunterlagen ist.

Zeitplan

Veröffentlichung
30.07.26
Teilnahmefrist
31.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Selters (Westerwald), Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
Wolfgang.Klaus@selters-ww.de
Telefon
+49 2626 764 23

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.

  • Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).

  • Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers

    • Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Erbringung von Planungsleistungen von Objektplanung Gebäude nachzuweisen wie folgt: - Mindestens 3 Referenzobjekte betreffend Sanierungs-, Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen im Bestand, wovon mindestens eine Referenz ein Verwaltungsgebäude oder ein vergleichbares Gebäude mit einer öffentlichen Nutzung betrifft . - Der Bewerber hat anhand der angeforderten Referenzen seine besondere Erfahrung mit mindestens zwei der folgenden Aspekte nachzuweisen: (1) Bauen oder Sanieren im laufenden Betrieb
    • (2) Entwicklung und Umsetzung von Interimslösungen (z. B. Container, temporäre Ausweichflächen)
    • (3) Maßnahmen zur Flächenoptimierung im Bestand. - Die anrechenbaren Kosten der KG 300+400 nach DIN 276 müssen mindestens 5.000.000 EUR brutto betragen. - Bei allen Referenzen müssen mindestens die Planungsleistungen für die Leistungsphasen 2 bis 6 und 8 erbracht worden sein. - Zudem muss das Objekt nach dem 01.01.2021 und vor dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung weitgehend fertig gestellt worden sein (d.h. weitgehender Abschluss der LP 8, alternativ die Inbetriebnahme). Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für jede Referenz sind mindestens folgende Angaben vorzulegen: - Projektbezeichnung und Auftraggeber, - Kurzbeschreibung der Aufgabe, - Art der Maßnahme (Sanierung / Umbau / Erweiterung), - Baukosten (KG 300 + 400), - Erbrachte Leistungsphasen, - Zeitraum der Leistungserbringung, - Rolle des Bewerbers (allein / ARGE / Unterauftrag). Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF.
  • Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). + Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Büro muss neben dem Projektleiter über mindestens einen qualifizierten Vertreter mit einer leistungsbezogenen akademischen Qualifikation wie folgt verfügen: Architekt.

  • Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).

  • 1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (SanktionenVO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.

Zuschlagskriterien

  • Preis der Leistung: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer - 40 Stunden Architekt/Ingenieur - 20 Stunden Zeichner/Schreibkraft.

  • Systematische Herangehensweise zur Umsetzung der Aufgabenstellung: Hinsichtlich des Wertungskriterium "Systematische Herangehensweise zur Umsetzung der Aufgabenstellung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, die dargestellte Herangehensweise unstrukturiert oder nur oberflächlich ausgeführt ist und wesentliche Aspekte der Aufgabenstellung, insbesondere der Umgang mit dem Bestand sowie die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine grundsätzlich strukturierte und nachvollziehbare Herangehensweise dargestellt wird, die die wesentlichen Anforderungen der Aufgabenstellung, einschließlich des Umgangs mit dem Bestand und einer Methodik zur Wirtschaftlichkeits- und Variantenbetrachtung, abbildet. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine besonders klare, schlüssige und projektspezifische Herangehensweise dargestellt wird. Das Konzept zeigt ein vertieftes Verständnis für die Herausforderungen des Bestandsgebäudes sowie eine nachvollziehbare und belastbare Methodik zur Wirtschaftlichkeits- und Variantenuntersuchung. Darüber hinaus enthält es weitergehende, praxisgerechte Konzeptideen.

  • Qualitätsmanagement und Projektorganisation: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement und Projektorganisation" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist, weil die Leistungen so erbracht werden, als würden sie sowohl im Rahmen der Planung, als auch im Rahmen der Bauausführung und der Projektdokumentation "aus einer Hand" erbracht, also ohne problematische Schnittstellen in Planung und Ausführung oder Überschneidungen in der Dokumentation.

  • Intensität der Bauüberwachung und -betreuung: Hinsichtlich des Wertungskriterium "Intensität der Bauüberwachung und -betreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, die eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das häufige Anwesenheit sowie eine schnelle Reaktionszeit der Bauleitung verspricht.

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Vergabeunterlagen

Projektplan56 KB16 Seiten
Vertragsbedingungen24 KB32 Seiten
Vertragsentwurf156 KB6 Seiten
Kalkulation78 KB2 Tabellen
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