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VG Selters - Sanierung und Erweiterung "Verbandsgemeindeverwaltung 3.0" Selters, Los 3: Leistungen der Tragwerksplanung nach § 51 HOAI

Auftraggeber
Veröffentlicht
30.07.2026
Angebotsfrist
Die Verbandsgemeinde Selters beabsichtigt die Sanierung und Erweiterung ihres bestehenden Verwaltungsgebäudes am Standort Am Saynbach 5-7 in Selters (Westerwald). Alternativ ist - abhängig von den Ergebnissen einer im Rahmen der Grundlagenermittlung und Vorplanung durchzuführenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung - die Errichtung eines Neubaus vorgesehen. Das Bestandsgebäude stammt im Wesentlichen aus den 1970er Jahren und wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert. Es entspricht sowohl in baulicher als auch in technischer Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Insbesondere die Gebäudehülle, die technische Gebäudeausrüstung sowie die bestehenden Raumstrukturen sind grundlegend zu modernisieren. Ziel der Maßnahme ist eine funktionale, wirtschaftliche und nachhaltige Neuordnung des Verwaltungsstandorts unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen an Arbeitsplätze, Barrierefreiheit und Digitalisierung. Im Rahmen der Planung ist neben der Sanierung des Bestandsgebäudes auch die Möglichkeit einer Erweiterung, insbesondere durch einen Anbau zur Deckung des zusätzlichen Flächenbedarfs, zu untersuchen. Gleichzeitig ist eine Variantenbetrachtung zwischen Sanierung und Neubau durchzuführen, die insbesondere die Wirtschaftlichkeit, Folgekosten sowie funktionale und energetische Aspekte berücksichtigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung eines zukunftsfähigen Nutzungskonzepts für ca. 100 Arbeitsplätze, einschließlich flexibler Arbeitsplatzmodelle, Besprechungs- und Sonderräume (u. a. Sitzungssaal) sowie auf der Umsetzung eines nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudekonzepts. Angestrebt wird eine energetische Qualität mindestens nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes, mit der Option einer weitergehenden Ausführung als Effizienzgebäude 40. Die Planung ist unter Berücksichtigung eines möglichen Bauens im laufenden Betrieb sowie erforderlicher Interimslösungen durchzuführen. Die vorstehenden Ausführungen stellen eine zusammenfassende Darstellung dar. Maßgeblich ist die ausführliche Leistungsbeschreibung, die Bestandteil der Vergabe- und Vertragsunterlagen ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung eines zukunftsfähigen Nutzungskonzepts für ca. 100 Arbeitsplätze, einschließlich flexibler Arbeitsplatzmodelle, Besprechungs- und Sonderräume (u. a. Sitzungssaal) sowie auf der Umsetzung eines nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudekonzepts. Angestrebt wird eine energetische Qualität.

Zeitplan

Veröffentlichung
30.07.26
Teilnahmefrist
31.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Selters (Westerwald), Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
Wolfgang.Klaus@selters-ww.de
Telefon
+49 2626 764 23

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.

  • Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).

  • Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Erbringung von Planungsleistungen für Sanierung, Umbau oder Erweiterung von vergleichbaren Gebäuden im Bestand nachzuweisen wie folgt: - Mindestens 3 Referenzen über die Leistungen der Tragwerksplanung in einer vergleichbaren Größenordnung . - Bei allen Referenzen müssen Planungsleistungen für die Tragwerksplanung (hier jeweils mindestens LP 2-5) erbracht worden sein. - Mindestens eine Referenz muss Erfahrung mit der Anwendung von Verstärkungsmaßnahmen (z.B. CFK-Lamellen, Stahlverstärkungen usw.) für Decken, Unterzüge, Stützen und Fundamente nachweisen. Die Verstärkungsmaßnahmen müssen hierbei mindestens zwei der vorgenannten Bauteilarten betreffen. - Mindestens eine Referenz muss Erfahrung mit dem Bauen bzw. Sanieren im laufenden Betrieb nachweisen. + Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für jede Referenz sind mindestens folgende Angaben vorzulegen: - Projektbezeichnung und Auftraggeber, - Kurzbeschreibung der Aufgabe, - Art der Maßnahme (Sanierung / Umbau / Erweiterung), - BGF und Baukosten (KG 300 + 400), - Erbrachte Leistungsphasen, - Zeitraum der Leistungserbringung, - Rolle des Bewerbers (allein / ARGE / Unterauftrag). Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF.

  • Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). + Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Büro muss neben dem Projektleiter über mindestens einen qualifizierten Vertreter mit einer leistungsbezogenen akademischen Qualifikation wie folgt verfügen: Ingenieur.

  • Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).

  • 1. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (SanktionenVO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft.

Zuschlagskriterien

  • Preis der Leistung: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 40 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 30 Stunden staatlich geprüfter Techniker - 20 Stunden Technische Zeichner und sonstige Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen.

  • Qualitätsmanagement im Rahmen der Planung und während der Bauphase: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement im Rahmen der Planung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist, weil die Leistungen so erbracht werden, als würden sie sowohl im Rahmen der Planung, als auch im Rahmen der Bauausführung sowie auch im Rahmen der Projektdokumentation "aus einer Hand" erbracht, also ohne problematische Schnittstellen in Planung und Ausführung oder Überschneidungen in der Dokumentation.

  • Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks während der Bauzeit

    • Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks während der Bauzeit" ist zu berücksichtigen, dass ausschließlich die fachliche Ausgestaltung der ausgeschriebenen ingenieurtechnischen Kontrolle des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen wird. Die Bewertung erfolgt wie folgt: 0-3 Punkte: Die Beschreibungen sind unvollständig oder unscharf
    • Kontrollanlässe und Prüfschwerpunkte sind nicht nachvollziehbar dargestellt. 4-6 Punkte: Die Vorgehensweise ist fachlich fundiert und beschreibt angemessene Kontrollanlässe, tragwerksrelevante Prüfpunkte sowie ein sachgerechtes Vorgehen bei Abweichungen. 7-10 Punkte: Es wird ein besonders strukturiertes und fachlich durchgearbeitetes Kontrollkonzept dargestellt, mit klaren Prüfschritten, differenzierten Kontrollanlässen und nachvollziehbaren Kriterien zur Bewertung von Abweichungen.
  • Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.

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Vergabeunterlagen

Vertragsentwurf287 KB4 Seiten
Kalkulation124 KB2 Tabellen
Präsentation56 KB16 Seiten
Vertragsbedingungen24 KB32 Seiten
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