Veröffentlichung 15.04.26 | Fragenfrist 11.05.26 | Abgabefrist 21.05.26 | Öffnung 21.05.26 | Vertragsbeginn 01.01.27 |
Eignungskriterien
Nachweis der fachlichen Eignung durch drei Referenzen über vergleichbare Leistungen innerhalb der letzten 3 Jahre (Krankenhäuser). Die Referenzen sollen den Leistungsumfang, die Projektlaufzeit und den Versorgungsumfang (z. B. Anzahl Kostenstellen, Artikelgruppen) kurz beschreiben. Der Auftraggeber behält sich vor, zur Verifizierung der Angaben ergänzende Unterlagen (z. B. Bestätigungen der jeweiligen Auftraggeber) anzufordern, sofern berechtigte Zweifel an der Plausibilität der Referenzangaben bestehen. Die Referenzen sind gemäß Leistungsverzeichnis 6.3.2 in Anlage 3, TAB 4 einzutragen.
Zur Prüfung der technischen Eignung hat der Bieter zum Nachweis einer geeigneten IT-Plattform eine kurze Eigenerklärung als PDF gem. Leistungsverzeichnis 2.1.1.1 einzureichen (max. 10 Seiten). Außerdem hat der Bieter zur Prüfung der technischen Eignung einen Nachweis über die Lagerkapazität als PDF einzureichen, in der er bestätigt, dass die Verfügbarkeit eines geeigneten Zentrallagers gewährleistet ist, welches die Belieferung des Auftraggebers innerhalb von 24 Stunden ab Bestelleingang (an Bestelltagen) technisch und operativ sicherstellt (gem. Leistungsverzeichnis 3.9).
Zur Prüfung der wirtschaftlichen Eignung hat der Bieter einen Nachweis über einen Netto-Jahresumsatz von mindestens 3,0 Mio. EUR im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre nachzuweisen. Der Nachweis kann in Form einer Eigenerklärung erfolgen. Der Auftraggeber behält sich vor, zur Verifizierung alternative Nachweise anzufordern (z. B. Bescheinigung eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters über die Gesamthöhe des Branchenumsatzes). Eine direkte Einsicht in Jahresabschlüsse oder Geschäftsgeheimnisse ist nicht erforderlich.
Der Bieter verpflichtet sich, eine Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mindestens 5,0 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden sowie 1,0 Mio. EUR für Vermögensschäden pro Schadensfall vorzuhalten. Der Nachweis erfolgt gemäß den Vorgaben in Anlage 3 (TAB 3). Sofern zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe keine entsprechende Police in dieser Höhe vorliegt, ist die Einreichung einer verbindlichen Deckungszusage des Versicherers ausreichend. Die endgültige Police muss dem Auftraggeber spätestens 14 Tage nach Zuschlagserteilung vorgelegt werden.
Auf Verlangen der Vergabestelle muss die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister des Sitzes vorgelegt werden.
Zuschlagskriterien
Wertungspreis: Der Wertungspreis für den Preisvergleich berechnet sich aus der Summe der folgenden drei Positionen: 1. Bereinigter Musterwarenkorb (4 Jahre): Für jedes der 4 Vertragsjahre wird der (stets gleichbleibende) Wert des Musterwarenkorbs (Anlage 2) um den für das jeweilige Jahr angebotene Rückvergütungssatz (%) gemäß Anlage 3 (TAB 1) reduziert. Berechnung: - Jahr 1: Musterwarenkorb x (100% - Rückvergütungssatz Jahr 1) - Jahr 2: Musterwarenkorb x (100% - Rückvergütungssatz Jahr 2) - Jahr 3: Musterwarenkorb x (100% - Rückvergütungssatz Jahr 3) - Jahr 4: Musterwarenkorb x (100% - Rückvergütungssatz Jahr 4) - = Zwischensumme A Dienstleistungs-Grundpauschalen (4 Jahre) - Summe der Dienstleistungs-Grundpauschalen (Jahr 1 + Jahr 2 + Jahr 3 + Jahr 4) gemäß Anlage 3 (TAB 1) - = Zwischensumme B 2. Variable Sonderleistungen (hochgerechnet): - Summe der Variablen Sonderleistungen gemäß Anlage 3 (TAB 2) - = Zwischensumme C 3. Festpreis für Projektplan, Implementierung und Schulung (einmalig): - Festpreis gemäß Anlage 3 (TAB 1) - = Zwischensumme D Wertungspreis: = Zwischensumme A + B + C + D Nähere Angaben sind der Anlage 4 "Bewertungsanleitung" zu entnehmen.
IT-Qualität: Die Bewertung erfolgt auf Basis der detaillierten bebilderten Dokumentation zur IT-Plattform (Anlage 3, TAB 3). Nähere Angaben sind der Matrix für IT-Qualität in Anlage 4 "Bewertungsanleitung" zu entnehmen.
Versorgungssicherheit: Teilkriterium 1: Redundanz- & Bevorratungsstrategie (Max. 8 Punkte) 8 Punkte (Hervorragend): Der Bieter weist mindestens 4 unterschiedliche Redundanztypen nach (z. B. eigenes Sicherheitslager für A-Artikel > 4 Wochen, vertragliche Bevorratungsgarantien der Hersteller, Zweitlieferanten-Netzwerk, automatisierte Bestandsüberwachung mit KI-basierter Frühwarnung). 5 Punkte (Gut): Nachweis von 2 bis 3 Redundanztypen. Die Strategie ist schlüssig, stützt sich aber primär auf die eigene Lagerhaltung ohne tiefere Integration der Hersteller und Händler. 2 Punkte (Basis): Es werden nur Standard-Maßnahmen genannt (z. B. "wir haben ein großes Lager"). Keine spezifischen Zusagen für kritische Artikelgruppen. 0 Punkte: Keine Angaben oder lediglich Verweis auf allgemeine Lieferfähigkeit. Teilkriterium 2: Fehlmengen- & Ersatzartikelprozess (Max. 7 Punkte) 7 Punkte (Exzellent): Vollständig systemgestützter Prozess. Bei Engpass erfolgt proaktive Meldung innerhalb von 4 Stunden inklusive Vorschlag von mindestens zwei gleichwertigen Alternativartikeln (inkl. Preis- und Bildvergleich im Portal). Einbindung des klinischen Anwenders in den Freigabeprozess ist digital abgebildet. 4 Punkte (Zweckmäßig): Information über Fehlmengen erfolgt zeitnah. Alternativartikel werden auf Anfrage oder nach manueller Prüfung durch den Support angeboten. 1 Punkt (Schwach): Rein reaktiver Prozess: AG muss Fehlmengen selbst im System erkennen oder telefonisch nachfragen. 0 Punkte: Kein definierter Prozess für den Umgang mit Lieferabrissen.
Logistik: Die Bewertung erfolgt auf Basis des eingereichten Logistikkonzepts und Exit-Konzepts (Anlage 3, TAB 3). Nähere Angaben sind der definierten Matrix für Logistik in Anlage 4 "Bewertungsanleitung" zu entnehmen.
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