Vorinformation_Seidelbastweg_Neubau SVZ 2

Auftraggeber
Veröffentlicht
08.06.2026
Angebotsfrist
Es handelt sich um eine leerstehende Industriehalle als kompakte Gebäudehülle, in die ein, in sich geschlossenes Raumsystem eingebaut werden soll. Das Vorhaben folgt damit einem Haus-in-Haus-Prinzip innerhalb des bestehenden Hallenvolumens. Die Bauherrin, Vivantes Netzwerk für Gesundheit, beabsichtigt die Umrüstung des Bestandsgebäudes zu einem Speiseverteilzentrum für die Versorgung mehrerer Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die leerstehende und freigeräumte Halle wird im Rahmen der Maßnahme in unterschiedliche Nutzungszonen gegliedert. Hierzu gehören insbesondere Bereiche für die Lagerung von Waren und Lebensmitteln, Food und Non-Food, ungekühlt, gekühlt und tiefgekühlt, Bereiche für Vorbereitung, Kommissionierung und Tablettierung von Mahlzeiten, Logistikzonen für den Speisetransport in speziellen Transportwagen sowie Verwaltungs- und Sozialräume für Mitarbeitende, LKWLade- und Anlieferungszonen, Technikbereiche und Flächen für die gebäudetechnische Versorgung. Die Bestandslagerhalle ist eingeschossig, nicht unterkellert, misst ca. 77 × 112 × 13 m und besteht aus vier Hallenschiffen mit Kranbahnen. Auch außerhalb der Lagerhalle existiert eine Krananlage als Überbleibsel der ehemaligen Nutzung als Lagerplatz. Das Tragwerk der Lagerhalle besteht aus einer Stahlkonstruktion. Die Fassade besteht aus einem Mauerwerkssockel, Einfach- und Mehrfachverglasungen sowie Sandwichelementen. Im Bestand existieren mehrere Außentüren und Rolltore aus unterschiedlichen Herstellungsjahren. Das Dach besteht aus Sandwichelementen und Oberlichtstreifen. Der Hallenboden besteht in verschiedenen Bereichen aus unterschiedlichen Materialien: großformatige Ortbetonplatten; sowie Betonpflaster, teilweise mit Gussasphalt überdeckt, die größere Bodenunebenheiten bilden. Der Anlieferungsbereich auf der Nordwestseite weist eine podestartige Erhöhung auf, die nicht erhalten bleibt. Am südöstlichen Giebel befindet sich ein abzubrechender Kubus aus Beton und Mauerwerk, der WC-Bereiche und Technikeinbauten enthielt. Die Maßnahme umfasst Bauleistungen im Bestand einschließlich Rückbau-, Sicherungs-, Anpassungs-, Ertüchtigungs- und Integrationsleistungen. Am Bestandsgebäude sind neben Sicherungs- und Anpassungsarbeiten, wie z. B. dem Austausch von Fensterverglasungen und der Sicherung ehemaliger Rolltore, auch größere Eingriffe in die statisch tragende Konstruktion vorgesehen, insbesondere im Bereich der späteren Laderampenseite. Zum Beschaffungsumfang gehören außerdem die Ertüchtigung und Anpassung der Außenanlagen einschließlich Laderampen-, Anlieferungs- und Logistikflächen, befestigter Bestandsverkehrsflächen, Wege, Zufahrten und Gebäudeanschlüsse. Hierzu zählen auch erforderliche Maßnahmen zur Neuordnung, Wiederherstellung und Ergänzung der Außenbereiche sowie ökologische Ausgleichs- und Begrünungsmaßnahmen, soweit sie im Zusammenhang mit der Gesamtmaßnahme erforderlich werden. Im Ergebnis soll eine hoch- und teilweise vollautomatisierte Großküche mit Speisenverteilung, Lagerung, Spülküche, Rücklauf- und Logistikbereichen entstehen. Vorgesehen ist ein Versorgungskonzept für die tablettierte Patientenversorgung, die Versorgung im Großgebinde sowie die Mitarbeiterverpflegung. Grundlage ist ein Sous-Vide-basiertes Betriebs- und Versorgungskonzept mit angelieferten Speisen in hohem Fertigungsgrad, Kommissionierung, Portionierung, Tablettierung und anschließender Regeneration in den versorgten Einrichtungen. Die küchentechnischen Funktionsbereiche umfassen insbesondere Anlieferung, Wareneingangskontrolle, gekühlte und ungekühlte Lagerbereiche, Vorbereitungs-und Kommissionierzonen, Diätküche, Speisenverteilung, Wagenbahnhof/Geschirrlager, Spülküche, Wagenwäsche, Nassmüllentsorgung und Rücklaufbereiche. Vorgesehen sind unter anderem Speisenverteilbänder mit automatisierten Auflegekomponenten, Bandspültechnik für Tabletts, Geschirr, Besteck, Großgebinde und weitere Spülgüter, eine Wagenwaschanlage, eine automatisierte Besteckaufbereitung einschließlich Lager- und Transportsystemen, automatisierte Dosier- und Portioniersysteme sowie eine geschlossene Nassmüllanlage. Die Lager- und Kühlbereiche umfassen Kühl-, Tiefkühl-, Auftau-, Systemkühl-, Tageskühl-, Trockenlager-, Brot- und Non-Food-Bereiche. Hierzu gehören auch der Kühlraumbau, die Kleinkältetechnik, eine CO2-Kälteanlage, Kühlraumtüren, Schnelllauftore sowie die erforderlichen Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen. Hygienisch relevante Übergangsbereiche werden mit Hygiene- und Warenschleusen, Reinigungs- und Desinfektionseinrichtungen sowie Handwasch- und Hygieneausstattung vorgesehen. Die Wegeführung ist auf eine möglichst klare Trennung reiner und unreiner Bereiche auszulegen. Die technische Gebäudeausrüstung umfasst die für den Betrieb des Speisenverteilzentrums erforderlichen Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte-, Elektro-, Sicherheits-, Informations- und Gebäudeautomationstechnik. Hierzu zählen insbesondere die Trinkwasserversorgung einschließlich Warmwasserbereitung und thermischer Desinfektion, die Abwasserentsorgung einschließlich küchenspezifischer Abwässer und Fettabscheider, Heizungs- und Kälteversorgung, raumlufttechnische Anlagen für unterschiedliche Klimazonen, nutzungsspezifische Anlagen wie Druckluft und Sprinklertechnik, Mittel- und Niederspannungsversorgung, Netzersatzanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Zutrittskontrolltechnik, strukturierte Verkabelung, Gebäudeautomation sowie die Einbindung der technischen Anlagen in die betrieblichen Abläufe. Besondere Anforderungen ergeben sich aus der Nutzung als Speisenverteilzentrum. Zu berücksichtigen sind insbesondere Hygiene, HACCP, Kühlkette, Reinigungsfähigkeit, Betriebssicherheit, robuste und wartungsfreundliche Ausführung, Vermeidung von Staub- und Ablagerungsflächen, Schnittstellenkoordination zwischen Hochbau, Küchentechnik und TGA sowie die spätere betriebsbereite Übergabe einschließlich Dokumentation, Einweisung und Inbetriebnahme.

Zeitplan

Veröffentlichung
08.06.26
Vertragsbeginn
07.10.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
E-Mail
fm-bau-beschaffung.vsg@vivantes.de
Telefon
030130115122
Website
https://www.vivantes.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Referenz 1 Generalunternehmer zur Erbringung unterschiedlichster Baugewerkeleistungen innerhalb der Kostengruppen 300 und 400, einschl. KG 471 und KG 475, sowie angrenzende Teilleistungen in Außenbereichen der KG 500. Außerdem sind Planungsleistungen (Ausführungsplanung, Werkstatt- und Montageplanung) zu erbringen. Referenz 2 Leistung eines Generalunternehmers für einen öffentlichen Auftraggeber Referenz 3 Nachweisliche Erfahrung in der baulichen Umsetzung bei lebensmittelproduzierenden Einrichtungen oder ähnlichen Bauvorhaben mit einzuhaltenden Hygienestandards

  • Es gelten die für Bauleistungen üblichen Regelwerke und Richtlinien

  • Der Bieter muss in der Lage sein BIM-fähige CAD-Leistungen einzulesen, zu verarbeiten und auch im ergänztem oder aktualisierten Zustand prozessfähig zurück übergeben zu können.

  • Erklärung über den Gesamtumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags netto des Bieters in den letzten drei Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025) Jahresmittel TEUR

  • Nachweis der Eintragung in das Handelsregister, nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Landes, in dem das Unternehmen ansässig ist (in nicht beglaubigter Kopie). Der Nachweis darf zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist nicht älter als 6 Monate sein.

  • Nachweis zur Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft

Zuschlagskriterien

  • Preis

  • Personalkonzept / Berufliche Qualifikation des Projektteam Projektleiter: Projektleiter: Qualifikation mindestens Studium des Ingenieurs, Abschluss Diplom o. Master. Die Berufserfahrung ist über einen tabellarischen Lebenslauf (Mindestangaben: Arbeitgeber, Zeitraum der Beschäftigung, Rolle/Aufgaben), der Berufsabschluss über ein Abschlusszeugnis nachzuweisen.

  • Personalkonzept / Berufliche Qualifikation des Projektteam stellv. Projektleiter: stellv. Projektleiter: Qualifikation mindestens Studium des Ingenieurs, Abschluss Diplom o. Master. Die Berufserfahrung ist über einen tabellarischen Lebenslauf (Mindestangaben: Arbeitgeber, Zeitraum der Beschäftigung, Rolle/Aufgaben), der Berufsabschluss über ein Abschlusszeugnis nachzuweisen.

  • Projektorganisation: Beschreibung der Herangehensweise mit dem Schwerpunkt: - Terminmanagement / terminlicher Ablauf

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Projektplan37 KB16 Seiten
Vertragsbedingungen203 KB32 Seiten
Vertragsentwurf89 KB6 Seiten
Kalkulation42 KB2 Tabellen
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