Für die Flächen An der Halde Ost/An der Halde West in Bochum Gerthe soll ein Sanierungsplane erstellt werden.
An der Halde Ost:
Die Restfläche der Zeche & Kokerei Lothringen III, mit einer Gesamtgröße von ca. 33 000 m
Untersuchungen, die im Rahmen von Gefährdungsabschätzungen auf der Fläche durchgeführt wurden, zeigen eine flächendeckende Anschüttung mit einer Mächtigkeit von maximal 9,30 m. Sie bestehen hauptsächlich aus Waschbergen, Schlacken, Aschen Bauschutt, Sand und Schluff. Die stichpunktartig durchgeführten Feststoffanalysen belegen erhöhte Gehalte mit PAK (EPA) von ca. 120 mg/kg in den Anschüttungen. In der Bodenluft wurden erhöhte Methangehalte ermittelt Das Grundwasser im ersten quartären Porengrundwasserleiter fließt Richtung Südwesten und ist mit PAK (EPA), ca. 60 μg/l, und BTEX, ca. 600 μg/l, belastet. Im Vorfeld der geplanten Neunutzung (Gewerbe und Wohnen) ist gemäß den Angaben der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Bochum eine Sanierungsplanung zu erarbeiten und ein Sanierungsplan nach BBodSchG zu erstellen. Hierzu müssen die bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse aufgearbeitet, zusammengestellt und nach BBodSchV bewertet werden. Weiterhin sind ergänzende Untersuchungen der Umweltmedien Boden, Bodenluft und Grundwasser erforderlich, um die vorliegenden Daten zu aktualisieren und die vorhandenen Datenlücken zu schließen.
An der Halde West:
Die Fläche der ehemaligen Nebengewinnung Lothringen I/II, mit einer Gesamtgröße von ca. 74 000 m
Untersuchungen, die im Rahmen von Gefährdungsabschätzungen und Rück- bzw. Neubauten auf der Fläche durchgeführt wurden, belegen eine erhebliche Belastung der Umweltmedien Boden, Bodenluft und Grundwasser (im ersten und zweiten Grundwasserstockwerk) mit kokereitypischen Schadstoffen (z. B. PAK, BTEX, Mineralölkohlenwasserstoffe). Im Boden sind vor allem die ehemaligen Standorte der Benzoltanks, der Pechhalle, der Teerblasen, des Destillationshauses, des Benzollagers, des Kühlhauses und der Anthracenanlage sehr stark mit PKA (EPA: maximal ca. 38 000 mg/kg und maximal ca. 970 mg/kg Benz(a)pyren), Mineralölkohlenwasserstoffen (maximal ca. 27 000 mg/kg) und BTEX (maximal ca. 2 500 mg/kg) belastet. Diese Gehalte spiegeln sich auch in der Bodenluft wieder.
Das Grundwasser im ersten quartären Porengrundwasserleiter fließt Richtung Südosten und ist mit maximal ca. 65 000 mg/l (PAK EPA), 8 000 mg/l BTEX und 500 000 mg/l Mineralölkohlenwasserstoffe belastet.