Öffentliche Auftraggeber wie Kommunen, Universitäten, Landesbetriebe und Kliniken vergeben die komplette Reinigung ihrer Objekte, von Verwaltungsgebäuden über Schulen bis zu Sporthallen. Ausgeschrieben werden Unterhalts-, Glas- und Sanitärreinigung, meist als mehrjährige Rahmenverträge mit planbaren Umsätzen für zertifizierte Betriebe.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Gebäudereinigung-Vergaben veröffentlicht haben.
Laufende Reinigung von Amtsstuben, Fluren und Besprechungsräumen in kommunalen und staatlichen Liegenschaften
Reinigung und Desinfektion von WC-Anlagen, Umkleiden und Duschen in Schulen, Bädern und Sporthallen
Regelmäßige Pflege von Eingängen, Treppenhäusern und Aufzügen in öffentlichen Gebäuden
Reinigung nach Fertigstellung von Neu- und Umbauten vor der Übergabe an den öffentlichen Nutzer
Die Gebäudereinigung ist der Oberbegriff für die gesamte Objektreinigung einer Liegenschaft und verbindet Unterhalts-, Glas-, Grund- und häufig auch Sonderreinigung zu einem Gesamtauftrag. Öffentliche Auftraggeber wie Kommunen, Universitäten, Kliniken und Landesbetriebe schreiben sie für ganze Gebäudeportfolios aus, deren Jahreswert regelmäßig oberhalb des EU-Schwellenwerts liegt und daher im offenen Verfahren vergeben wird. Um Marktmacht und Ausfallrisiken zu begrenzen, teilen Auftraggeber den Bedarf in Gebäude-, Regional- oder Leistungslose. Vergeben wird überwiegend über mehrjährige Rahmenverträge. Nach der Bekanntmachung auf den Vergabeplattformen kalkulieren die Bieter anhand detaillierter Raumbücher, Flächenlisten und Frequenzvorgaben, bevor nach Eignungsprüfung und Angebotswertung der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt wird.
Gebäudereinigung wird als Dienstleistung nach UVgO und VgV vergeben. Das Gebäudereiniger-Handwerk ist ein zulassungsfreies Handwerk, weshalb die Eintragung in die Handwerksrolle und der Gebäudereiniger-Meister vor allem als Fachkundenachweis und Qualitätsmerkmal gefordert werden. Zentral ist die Tariftreue nach dem allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag, der eigene Mindestlöhne für Innenreinigung und für Glas- und Fassadenarbeiten festlegt und über Tariftreueerklärungen einzuhalten ist. Als weitere Eignungsnachweise verlangen Auftraggeber Referenzen vergleichbarer Objektgrößen, ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001, ein Umweltmanagement nach ISO 14001 oder EMAS und teils das RAL-Gütezeichen Gebäudereinigung. Die Wertung erfolgt fast immer über das Preis-Leistungs-Verhältnis, in das Objektorganisation, Personalkonzept und Qualitätssicherung neben dem Preis einfließen.
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Ausgeschrieben werden Verwaltungsgebäude, Schulen, Kitas, Sporthallen, Museen und Kliniken. Größere Kommunen und Landesbetriebe fassen mehrere Liegenschaften oft in Lose zusammen, sodass sich sowohl kleine Betriebe als auch überregionale Dienstleister bewerben können.
Üblich sind der Meisterbrief im Gebäudereiniger-Handwerk oder eine gleichwertige Präqualifikation, Referenzen vergleichbarer Objekte, der Nachweis der Tariftreue nach dem jeweiligen Landesvergabegesetz sowie Betriebshaftpflicht und teils ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001.
Rahmenverträge haben meist eine Laufzeit von zwei bis vier Jahren, oft mit Verlängerungsoption. Das schafft planbare Umsätze und rechtfertigt Investitionen in Personal und Maschinen.
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