Der Austausch alter Heizungen ist ein Schwerpunkt kommunaler Sanierung. Öffentliche Auftraggeber schreiben komplette Heizungsanlagen aus, von Wärmeerzeugern über Wärmepumpen bis zum hydraulischen Abgleich und zur Fernwärmeübergabe. Vergeben wird nach VOB/A, oft mit Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz und zu erreichender Effizienz.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Heizungsanlage-Vergaben veröffentlicht haben.
Erneuerung von Kesseln und Heizzentralen, zunehmend als Umstellung auf klimafreundliche Technik.
Luft-, Sole- oder Wasserwärmepumpen für Neubau und Sanierung, oft in Kombination mit Photovoltaik.
Optimierung der Wärmeverteilung zur Senkung des Energieverbrauchs, in vielen Sanierungen verpflichtend.
Übergabestationen und Anbindung an das kommunale Wärmenetz einschließlich Regelungstechnik.
Eine Heizungsanlage umfasst die gesamte Wärmeerzeugung und -verteilung eines Gebäudes, von der Heizzentrale mit Kessel, Wärmepumpe oder Blockheizkraftwerk über Speicher und Verteiler bis zur Übergabestation. Öffentliche Auftraggeber schreiben komplette Anlagen bei Ersatz veralteter Technik und im Zuge energetischer Sanierungen aus, oft für Schulzentren, Bäder und Verwaltungskomplexe. Größere Erneuerungen laufen als eigenes Los oder als schlüsselfertige Anlagenlieferung, teils auch als Wärmeliefer-Contracting mit langfristigem Betrieb. Als Vergabeart überwiegt die öffentliche Ausschreibung, bei hohem Wert oberhalb des EU-Schwellenwerts das europaweite Verfahren. Nach der Bekanntmachung kalkulieren Bieter das Leistungsverzeichnis, die Vergabestelle prüft und erteilt den Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot.
Auch komplette Heizungsanlagen werden nach VOB/A als Bauleistung vergeben und nach der ATV DIN 18380 ausgeführt. Zentrale Rahmenbedingung ist das Gebäudeenergiegesetz mit seinen Anforderungen an erneuerbare Wärme, bei Feuerungsanlagen kommen die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung hinzu. Fördermittel nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude knüpfen an weitere technische Nachweise an. Bieter belegen ihre Eignung durch Eintragung in die Handwerksrolle, Präqualifikation nach PQ-VOB, Referenzen vergleichbarer Zentralen sowie Fachkunde für die eingesetzte Erzeugertechnik. Weil Betriebskosten über die Lebensdauer erheblich sind, wird der Zuschlag bei größeren Anlagen häufig nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis erteilt, das Effizienz, Emissionen und Wartungsaufwand einbezieht, nicht allein nach dem Angebotspreis.
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Ausgeschrieben werden Wärmeerzeuger oder Wärmepumpen, Verteilung und Heizflächen, Regelungstechnik, hydraulischer Abgleich und oft die Anbindung an Fernwärme. Auftraggeber sind Kommunen, Schul- und Sportstättenträger, Kliniken und Wohnungsgesellschaften.
Das GEG setzt Mindestanforderungen an Effizienz und den Anteil erneuerbarer Energien. Neue Anlagen in öffentlichen Gebäuden werden deshalb häufig als Wärmepumpe oder mit Fernwärme geplant und im Leistungsverzeichnis entsprechend beschrieben.
Heizungsanlage meint das komplette System aus Erzeugung, Verteilung und Regelung, oft als Neubau oder Komplettaustausch. Reine Heizungsleistungen können auch einzelne Arbeiten wie Wartung oder den Tausch von Heizkörpern umfassen.
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