Kommunen, Landkreise, Universitäten und Wohnungsbaugesellschaften vergeben Rohbauarbeiten für Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude und Wohnanlagen. Zum Leistungsumfang zählen Gründung, Mauerwerk, Stahlbetonarbeiten mit Schalung und Bewehrung sowie Decken und Treppen. Bieter sichern sich damit umfangreiche Lose mit mehrmonatiger Bauzeit.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Rohbauarbeiten-Vergaben veröffentlicht haben.
Herstellung tragender und nichttragender Wände aus Ziegel, Kalksandstein oder Beton für Hoch- und Wohnungsbau.
Schalung, Bewehrung und Betonage von Wänden, Stützen und Bauteilen nach statischer Vorgabe.
Erstellung von Fundamenten sowie Streifen- oder Plattengründung als tragende Basis des Bauwerks.
Ausführung von Massiv-, Filigran- und Ortbetondecken sowie Treppenläufen im Rohbau.
Rohbauarbeiten stellen das tragende Grundgerüst eines Gebäudes her, von Erdaushub und Gründung über Fundamente, Bodenplatte, Mauerwerk, Stahlbeton für Wände, Stützen und Decken bis zur Rohbautreppe und dem Schornstein. Öffentliche Auftraggeber vergeben dieses Gewerk als erstes und wertmäßig größtes Fachlos innerhalb einer Hochbaumaßnahme für Schulen, Sporthallen, Kitas und Verwaltungsgebäude. Bauherren sind Kommunen mit ihren Hochbauämtern, die Bau- und Liegenschaftsbetriebe der Länder sowie der Bund. Die Vergabe erfolgt je nach Auftragswert als öffentliche oder beschränkte Ausschreibung, oberhalb der EU-Schwellenwerte im offenen Verfahren. Nach der Bekanntmachung kalkulieren Bieter auf Basis des Leistungsverzeichnisses mit Beton-, Bewehrungs- und Mauerwerksmengen, danach folgen Prüfung, Wertung und der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot.
Rohbauarbeiten werden als Bauleistung nach der VOB/A vergeben, technisch gelten die ATV der VOB/C für Erd-, Maurer- und Betonarbeiten. Maßgeblich sind die Normen zu Standsicherheit und Ausführung, insbesondere die Eurocodes und die DIN EN 13670 für die Betonausführung, sowie die eingeführten technischen Baubestimmungen der Länder. Auftraggeber verlangen den Nachweis geeigneter Referenzen im Stahlbeton- und Massivbau, qualifiziertes Fachpersonal und ausreichende Geräteausstattung wie Kran und Schalung. Bei tragenden Stahlbauteilen kommen Schweißnachweise nach DIN EN 1090 hinzu. Die Eignung wird über die PQ-VOB-Präqualifikation oder Einzelnachweise mit Handwerksrolleneintrag und Betriebshaftpflicht belegt. Der Zuschlag erfolgt in der Regel über den Preis, bei anspruchsvollen Gründungen oder engen Terminvorgaben fließen Qualität und Bauzeitenkonzept in die Wertung ein.
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Der Rohbau umfasst alle tragenden Bauteile eines Gebäudes, also Gründung, Mauerwerk, Stützen, Wände, Decken und Treppen. Das Leistungsverzeichnis beschreibt Mengen und Qualitäten der Beton-, Bewehrungs- und Mauerarbeiten detailliert nach VOB/C.
Auftraggeber verlangen Referenzen vergleichbarer Hochbauprojekte, Angaben zu Umsatz und Personal sowie oft die Präqualifikation nach PQ-VOB. Für anspruchsvolle Bauteile kommen Nachweise zur Betontechnologie und zum Fachpersonal hinzu.
Ja, Generalunternehmer vergeben Teilleistungen wie Bewehrung oder Betonage regelmäßig an Nachunternehmer. Bei öffentlichen Vergaben muss der Bieter die vorgesehenen Nachunternehmer und deren Eignung im Angebot benennen.
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Die Anforderungen variieren je nach Auftrag. Typischerweise werden Fachkenntnisse, Referenzprojekte ähnlicher Größe, entsprechende Zertifizierungen, Versicherungsnachweise und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit geprüft. Details finden Sie in den jeweiligen Vergabeunterlagen.
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