Frist abgelaufen

Erweiterung und Sanierung Schillerschule Lahnstein; Los 1 - Objektplanungsleistungen Gebäude und Freianlagen und Los 2 - Planungsleistungen für den Brandschutz

Auftraggeber
Veröffentlicht
15.12.2023
Angebotsfrist
15.01.2024
Die dreizügige Grundschule Schillerschule der Stadt Lahnstein soll energetisch saniert und auf eine Vierzügigkeit erweitert werden. Das Gebäude ist 1959 in dreigeschossiger Massivbauweise L-förmig errichtet worden. Es soll an eine zeitgemäße Architektursprache angepasst und umfangreich baulich, haustechnisch und energetisch saniert werden. Im Rahmen der Sanierung soll unter anderem die Fassade neu gestaltet werden. Die vorhandenen Kaltdächer sind abzubrechen und durch begrünte Flachdächer zu ersetzen. Eine PV-Anlage ist vorgesehen. Die Tragstruktur des Bestandsgebäudes soll ansonsten unberührt bleiben. Es gibt eine Vorstudie, die den Erweiterungsbau in hybrider Bauweise aus Holzständerwänden und Betondecken mit Holztragelementen vorsieht. Die Vorstudie ist Bestandteil der Vergabeunterlagen zum Ausgleich eines Informationsvorsprungs, weil nicht auszuschließen ist, dass sich das Büro, das die Vorplanung erstellt hat, für diesen Auftrag bewerben wird. Die Vorstudie stellt nur eine erste Idee dar, die der Auftraggeber für möglich hält, sie ist nicht zwingend umzusetzen. Die Wärmeversorgung ist ggfs. zu erneuern. Derzeit bestehen zwei Heizungsanlagen: die Schillerschule versorgt ihre Mensa, die Heizungsanlage in der Sporthalle versorgt zugleich die benachbarte Kita. Im Vorfeld ist zu überprüfen, ob die Heizung der Sporthalle noch wirtschaftlich arbeitet, und ggfs. eine wirtschaftliche und energetisch sinnvolle Gesamtlösung für alle vier Gebäude zu erarbeiten. Im Bedarfsfall sind die notwendigen Planungsleistungen zu erbringen, wie z.B. Leitungstrassen, Durchbrüche, E- und HLS-Technik. Erforderlich ist ein Vorschlag für ein energetisches Gesamtkonzept, ggfs. unter Einbeziehung erneuerbarer Energien. Sporthalle und Kita sind durch Kriechkeller miteinander verbunden, ebenso Schule und Sporthalle; diese können für die Leitungsführung genutzt werden. Die Vorstudie schlägt eine Versorgung mittels Gas-Brennwertkessel und zweier Wärmepumpen vor, im Altbestand ggfs. ergänzt durch Wandheizungen, sowie eine zentrale mechanische Belüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Vorschläge sind zu überprüfen und nicht zwingend umzusetzen. Daher ist eine erweiterte Bedarfsanalyse mit Variantenvorschlägen für die HLS erforderlich. Die Elektroversorgung erfolgt über eine Trafostation auf der Liegenschaft. In geringem Umfang ist eine Planung der Freianlagen erforderlich. Wo möglich, soll das Niveau der Außenanlagen so angehoben werden, dass die Gebäudeklasse 3 erreicht wird; der Trafo ist einzugrünen. Die Schillerschule liegt im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Die Planung ist hochwasserverträglich und hochwasserangepasst so auszugestalten, dass eine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann. Die Schule soll zukünftig möglicherweise auf eine Fünfzügigkeit erweitert werden. Die Erweiterung selbst ist bis zur Leistungsphase 4 Gegenstand der Beauftragung, sodass Bau und Anschluss später möglich sind. Die Vorstudie stellt nur eine erste Planungsidee dar. Alle Planungsleistungen werden ausgeschrieben ab der Leistungsphase 1 bis zur Leistungsphase 9 (bzw. 8, Brandschutzplanung und 6, Tragwerksplanung).
2 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
15.12.23
Abgabefrist
15.01.24
Vertragsbeginn
01.04.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Lahnstein, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
ausschreibungen@lahnstein.de
Telefon
+49 2621 914409

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: 1. Erklärung des Bewerbers, dass durch die Person oder das Verhalten des Bewerbers oder dem Bewerber zuzurechnender Personen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB und § 19 MiLoG begründet sind. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. 3. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 4. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft. 5. Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen. 6. Ist der Bewerber zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft verpflichtet, hat er mit seinem Teilnahmeantrag eine entsprechende Mitgliedsbescheinigung vorzulegen. 7. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte gemäß vorstehenden Ziffern 1 bis 6 für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.

  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: 1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). 2. Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB). 3. Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung. 4. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die vorgenannten Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. 5. Für Los 1: Der Bewerber muss in Rheinland-Pfalz bauvorlageberechtigt sein. Ein entsprechender Nachweis ist auf Verlangen vorzulegen. Mindestanforderungen: I. Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Büro muss eine der Maßnahme angemessene Zahl an Mitarbeitenden aufweisen. Das Projektteam muss mit mindestens zwei Personen (Projektleitung und Stellvertretung) besetzt sein, die berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt oder Ingenieur zu führen. II. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Für Los 1: Der Bewerber muss seine besondere Erfahrung mit Leistungen nachweisen, die dem ausgeschriebenen Auftrag entsprechen. Er hat dazu mindestens drei Referenzen einzureichen, die folgende Mindestanforderungen erfüllen: 1. Alle Referenzobjekte müssen Neubau, Umbau oder Sanierung von Objekten betreffen, die den besonderen Anforderungen des Planungsauftrags vergleichbar sind (Bildungseinrichtung, Betreuung von Kindern). 2. Bei allen Projekten müssen mindestens die Leistungsphasen 3 (diese mindestens zu einem wesentlichen Teil), sowie 4 bis 8 erbracht worden sein. 3. Die Referenzobjekte müssen fertig gestellt sein (Abschluss der Leistungsphase 8), und zwar in den letzten drei Jahren. Zur Erhöhung des Wettbewerbs werden auch ältere Referenzleistungen akzeptiert, sofern sie nicht vor dem 01.01.2017 abgeschlossen worden sind. 4. Die anrechenbaren Kosten müssen mindestens 3 Millionen EUR netto betragen (KG 300 + KG 400), bei Projekten in Holzbauweise mindestens 1,5 Millionen EUR netto. 5. Mindestens eine der Referenzleistungen i.S.d. Ziffern 1-2 muss einen Umbau oder eine Sanierung im laufenden Betrieb betreffen. 6. Mindestens ein vergleichbares Referenzobjekt muss zum Nachweis der Erfahrung mit Bauen in Holzbauweise geeignet sein. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen Für Los 2: Der Bewerber muss seine besondere Erfahrung mit Leistungen nachweisen, die dem ausgeschriebenen Auftrag entsprechen. Er hat dazu mindestens zwei Referenzen einzureichen, die folgende Mindestanforderungen erfüllen: 1. Alle Referenzobjekte müssen Planungsleistungen für den Brandschutz an Objekten betreffen, die den besonderen Anforderungen des Planungsauftrags vergleichbar sind 2. Bei allen Projekten müssen mindestens die Leistungsphasen 3 (diese mindestens zu einem wesentlichen Teil), sowie 4, 5 und 8 erbracht worden sein. 3. Die Referenzobjekte müssen fertig gestellt sein (Abschluss der Leistungsphase 8), und zwar in den letzten drei Jahren. Zur Erhöhung des Wettbewerbs werden auch ältere Referenzleistungen akzeptiert, sofern sie nicht vor dem 01.01.2017 abgeschlossen worden sind. 4. Mindestens ein vergleichbares Referenzobjekt muss zum Nachweis der Erfahrung mit Brandschutz bei Bauten in Holzbauweise geeignet sein. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen.

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: 1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seines Umsatzes für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB). 2. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen 3. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will. 4. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderung: Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 3 Millionen EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 3 Millionen EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Ver-sicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.

  • Objektive Kriterien zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden

    • 1. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für Baumaßnahmen, die die Mindestanforderungen an Referenzen gemäß Abschnitt Technische und berufliche Leistungsfähigkeit, dort Mindestanforderungen Nrn. 1 bis 4, der Bekanntmachung erfüllen (30%), 2. besondere Erfahrung mit Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen bei Baumaßnahmen, die die Mindestanforderungen an Referenzen gemäß Abschnitt Technische und berufliche Leistungsfähigkeit, dort Mindestanforderungen Nrn. 1 bis 4, der Bekanntmachung erfüllen (15%), 3. besondere Erfahrung mit Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen bei Baumaßnahmen im laufenden Betrieb, die die Mindestanforderungen an Referenzen gemäß Abschnitt Technische und berufliche Leistungsfähigkeit, dort Mindestanforderungen Nrn. 1 bis 4, der Bekanntmachung erfüllen (15%), 4. besondere Erfahrung mit Bauen in Holzbauweise gemäß Abschnitt Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Nr. 6 (15%), 5. Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen an Referenzen gemäß Abschnitt Technische und berufliche Leistungsfähigkeit, dort Mindestanforderungen Nrn. 1 bis 4, erfüllen (25%). Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Für die Beurteilung der Eignungsauswahl werden nur Referenzen herangezogen, die eine aussagekräftige Beschreibung enthalten
    • eine nur namentliche Listenaufzählung ist nicht ausreichend.

Zuschlagskriterien

  • Preis

  • Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung

  • Bearbeitungskonzeption zur Erreichung der Termine

  • Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich nicht preislicher Bedingungen

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Vergabeunterlagen

Preisblatt42 KB2 Tabellen
Präsentation287 KB16 Seiten
Eigenerklärung124 KB32 Seiten
Eignungskriterien56 KB6 Seiten
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