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Herstellung der Anlagentechnik für die Landstromanlage Unikai im Hafen Hamburg

Auftraggeber
Veröffentlicht
03.07.2026
Angebotsfrist
Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) verfolgt das Ziel, die Luftqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern und die CO2-Emissionen zu senken. Eine der wesentlichen Maßnahmen ist der Aufbau von Landstrom, um Seeschiffe während ihrer Liegezeit im Hamburger Hafen mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Die Hamburg Port Authority (HPA) plant aufgrund von EU-Vorgaben den Bau von weiteren Landstromanlagen für verschiedene Schiffstypen mit einer Kapazität ab 5.000 GT. Somit wird auch das definierte Ziel eines klimaneutralen Hafens bis 2040 unterstützt. Dem UNIKAI Terminal auf dem Grasbrook kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da es sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung des aktuell in der Entwicklung befindlichen Grasbrook-Areals befindet. Die Ausstattung der Liegeplätze am UNIKAI Terminal mit einer Landstromanlage ist daher unabdingbar, um die Emissionen der Seeschiffe während der Liegezeit zu reduzieren. Die HPA wird im Auftrag der FHH an dem Terminal UNIKAI Lagerei- und Speditionsgesellschaft mbH (UNIKAI) mehrere Anschlusspunkte zur Versorgung von Seeschiffen mit Landstrom errichten. Die HPA ist federführend mit der Planung und dem Bau dieser Landstromanlage beauftragt. Die Anlagen sollen Ende 2028 betriebsbereit sein. Die zu planenden technischen Lösungen sollen der internationalen Regulierung für Landstromsysteme, der IEC/IEEE 80.005-1:2019+AMD1:2022+AMD2:2023 entsprechen. Die Versorgung der zu planenden Landstromanlage erfolgt durch einen Mittelspannungsanschluss aus dem öffentlichen Stromnetz des Netzbetreibers Hamburger Energienetze GmbH (HNE). Es ist vorgesehen die das UNIKAI Terminal anlaufenden RoRo- und ConRo-Schiffe mit Landstrom zu versorgen, so dass die schiffseigenen Dieselgeneratoren während der Liegezeit am Kai abgeschaltet werden können und somit die lokalen Schadstoffemissionen verringert werden. Dafür sollen zwei Liegeplätze auf dem UNIKAI Terminal mit Systemen zur Landstromversorgung ausgerüstet werden. Die Umformerstation wird auf dem Gelände des UNIKAI Terminals errichtet und verfügt über zwei getrennte Umformerstränge, sodass entweder zeitgleich zwei unterschiedliche Schiffe mit reduzierter Leistung oder ein großes Schiff an einem der Liegeplätze versorgt werden kann. Für die Übergabe der Versorgungskabel auf die Schiffe werden zwei mobile Cable Management Systems (CMS) errichtet. Für den Netzanschluss und die gesamte Verkabelung der Landstromanlage wird auf dem UNIKAI Terminal ein Leerrohr- und Schachtsystem errichtet. Das Gesamtprojekt ist in mehrere Vergabeeinheiten aufgeteilt. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Planung, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme der zur Landstromanlage gehörenden Anlagentechnik. Die Anlagentechnik setzt sich dabei aus mehreren Einzelbestandteilen zusammen, die im Folgenden aufgelistet sind. 1. Umformerstation als modulare Containeranlage 2. Bautechnik zur Gründung und hochwassersicheren Aufstellung der Umformerstation 3. Kabelzugarbeiten von der Umformerstation bis zu den landseitigen Anschlusskästen der beiden CMS. 4. Kabelzug von der UNIKAI Energiezentrale bis zur Umformerstation zur Versorgung der Landstromanlage Nicht Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Cable Management Systeme (CMS), der Leitungstrassenbau zwischen der Unikai Energiezentrale und der Umformerstation, der Leitungstrassenbau zwischen der Umformerstation und den landseitigen Anschlusspunkten der CMS und die Übergabeschaltanlage in der Unikai Energiezentrale. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage soll in 2028 erfolgen. Folgende Meilensteine sind vorgesehen: o Beginn der Planung: 15.12.2026 o Genehmigungen liegen vor: 01.06.2027 o Planungsphase ist abgeschlossen: 31.06.2027 o Bestellung der Hauptkomponenten: 01.07.2027 o Baubeginn Bautechnik: 01.08.2027 o Aufstellung der Umformerstation: 01.04.2028 o Beginn der Inbetriebnahme: 01.07.2028 o Abnahme: 30.11.2028
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
03.07.26
Teilnahmefrist
04.08.26
Vertragsbeginn
15.12.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Hamburg, Deutschland
E-Mail
zentralereinkauf@hpa.hamburg.de
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Telefon
004940428473919
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Website
https://www.rib.de
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • 1) Angaben, ob und auf welche Art die Bewerberinnen und Bewerber wirtschaftlich mit Unternehmen verknüpft sind oder ob und auf welche Art sie auf den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit anderen zusammenarbeiten, sofern dem nicht berufsrechtliche Vorschriften entgegenstehen (Kategorie A.5 gem. Bewerberbogen).
    • 2.) Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens, der Standorte und der Niederlassungen. Sofern die Ausführung durch eine Niederlassung erfolgen soll, sind die abgefragten Daten für die Niederlassung zu erstellen. (Kategorie A.6 gem. Bewerberbogen)
    • 3.) Erklärung zu EU-Sanktionen (Kategorie A.8 gem. Bewerberbogen)
    • 4.) Formlose Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 und 124 GWB 2016 vorliegen (Kategorie A.9 gem. Bewerberbogen).
  • 1.) Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (Kategorie D.1 gem. Bewerberbogen) Mindestanforderung

    Der Gesamtumsatz des Unternehmens beläuft sich im Mittel für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre auf mindestens 12.000.000 Euro/ Jahr.

  • 1.) Umsatz des Unternehmens während der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind. Soweit die Umsätze von dem Bewerber zusammen mit anderen (z.B. Bietergemeinschaft) erbracht wurden, sind diese gesondert unter Angabe des prozentualen Anteils am Gesamtumsatz des betreffenden Projektes auszuweisen. (Kategorie D.2 gem. Bewerberbogen) Mindestanforderung

    Der Umsatz des Unternehmens mit vergleichbaren Leistungen beläuft sich im Mittel für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre auf mindestens 6.000.000 Euro/ Jahr.

  • 1.) Zahl der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Berufsgruppen. (Kategorie D.3 gem. Bewerberbogen)

  • Nachweis von Referenzprojekten über die Ausführung von Leistungen in den letzten fünf Geschäftsjahren, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, einschließlich Angabe des Rechnungswertes, der Leistungszeit sowie der Auftraggeber (Kategorie E.6 gem. Bewerberbogen; die Anlage E.1-Referenzformblatt ist je Referenz auf gesonderter Anlage verwenden). Die in der Anlage E.1 „Referenzformblatt“ dargestellten Projekte sind mit der in Ziffer 3 der Informationen zum Bewerberbogen beschriebenen Leistung in wesentlichen Merkmalen vergleichbar. Die Vergleichbarkeit ergibt sich insbesondere aus folgenden Aspekten

    • Planungs- und Realisierungszeitraum, Auftragsvolumen sowie die erbrachten Leistungen der folgenden Referenzkategorien: Planung, Bau und Inbetriebnahme der Anlagentechnik von Landstromanlagen: Landstromanlage für Seeschiffe, modularer Anlagenaufbau als Containeranlage, Konformität zur IEC/IEEE 80.005-1 Annex B, Konformität zur IEC/IEEE 80.005-1, Versorgungsleistung min. 6,5MVA/11kV, Versorgungsleistung min. 2,5MVA/6,6kV, Versorgungsspannung wählbar 11kV und 6,6kV, zeitgleiche Versorgung zweier Schiffe möglich und Versorgung von einem Schiff möglich.
    • Die besten 3 Referenzen, mit denen gem. Prüfmatrix die höchste Gesamtpunktzahl erreicht werden kann, werden in die Wertung einbezogen
    • Mindestanforderung:
    • Es sind mindestens 3 vergleichbare Referenzen einzureichen. Von diesen Referenzen müssen 2 Referenzen mindestens einen Punkt und 1 Referenz muss mindestens zwei Punkten erreichen. (Bewertungskriterien siehe Informationen zum Bewerberbogen, Abschnitt 10)
  • Bescheinigung über die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister (Kategorie A.7 gem. Bewerberbogen)

Zuschlagskriterien

    • 80 % Angebotspreis (AP = 80 Punkte)
    • Das Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält die maximale Punktzahl von 80 Punkten. 0 Punkte erhält eine fiktives Angebot mit dem doppelten des niedrigsten Angebotspreises. Alle Angebote darunter erhalten 0 Punkte. Die Punktebewertung für die dazwischen liegenden Angebotspreise erfolgt über eine lineare Interpolation.
  • 20 % Technischer Wert (TW = 20 Punkte) Dabei müssen in den Kriterien folgende Mindestanforderungen erfüllt werden

    • - Die Grundfläche der Containeranlage übersteigt 200m² nicht.
    • - Versorgung eines Schiffs gem. IEC 80.005-1 Annex B mit 6,5MVA bei 11kV möglich.
    • - Energieeffizienz: Gesamtwirkungsgrad der Anlage größer/gleich 90%.
    • - Die Bedienung erfolgt über digitale Systeme. Nach Auswahl der Betriebsart und Start des Systems erfolgen alle Vorgänge automatisiert.
    • - Platzvorhaltung für eine Erweiterung zur zeitgleichen Versorgung beider Liegeplätze mit 6,5MVa bei 11kV sind berücksichtigt.

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