Frist abgelaufen

Hydraulische Aufweitung AZV-Sammler Marienthal-Walporzheim

Auftraggeber
Veröffentlicht
26.04.2024
Angebotsfrist
Der Abwasserzweckverband Untere Ahr betreibt, neben der Kläranlage in Sinzig, auch die zuführenden Mischwassersammler aus Remagen, dem Ahrtal, sowie aus Sinzig und Bad Breisig. Die Flutkatastrophe am 14./15.07.2021 hat erhebliche Schäden im Ahrtal verursacht und u.a. die Kläranlage Mayschoss des Abwasserwerks Mittelahr zerstört. Das Abwasser, aus dem Einzugsgebiet der Kläranlage Mayschoss, soll künftig zur Kläranlage Sinzig geleitet werden. Hierzu wurden die Sammler vom Abwasserzweckverband Untere Ahr hydraulisch geprüft. Von der Ortslage Marienthal bis Walporzheim ist eine Aufweitung des Bestandsammlers notwendig. --- Wichtige Eckdaten zur Maßnahme: - Ca. 2.050 m GFK DN 400 + GFK-Schächte, t= 2,5 m i.M. - Gemeinschaftsbaumaßnahme mit Landesbetrieb Mobilität (Straßenbauplanung und Bau-überwachung erfolgt über LBM) - Besonders enge und intensive Abstimmung mit anderen Planungsbüros und Vorhabenträgern in der Planungs- und Realisierungsphase wegen angrenzender Baumaßnahmen notwendig (hohe Bauaktivität im Ahrtal). - In Abstimmung mit der Straßenbaumaßnahme muss die Kanalbaumaßnahme in mehreren Bauabschnitten mit temporären Vollsperrungen von einer der beiden Hauptverkehrsadern ins Ahrtal erfolgen, es werden eine hohe Baustellenpräsenz und kurze Reaktionszeiten der örtlichen Bauüberwachung erforderlich. - geplanter Baubeginn (1. BA): ca. 2. Quartal 2026, - geplante Baufertigstellung (letzter BA): ca. 2030 - Intensive Abstimmung der Planung und der Bauabschnittsbildung mit den Maßnahmen "Neubau Ahrtalbahn (DB AG)" und "Neubau Landstraße (LBM)" erforderlich. --- Im Zuge des Wiederaufbaues der Ahrtalbahn wurde ein Teilbereich des Verbindungssammlers durch eine vorgezogene Teilplanung durch ein Ingenieurbüro beplant. Die Planunterlagen liegen der Ausschreibung bei. Zu einer kurzfristigen baulichen Umsetzung des beplanten Abschnitts "Bunte Kuh" kam es nicht, die vorliegende Teilplanung ist insofern in die zu erstellende Gesamtplanung zu integrieren. --- Der LBM wird zur Behandlung des Oberflächenwassers Sedimentationsanlagen errichten und die Straßeneinläufe mit Kanälen punktuell zusammenführen. Um eine beidseitige Trassenfreiheit zu gewährleisten, wird der AZV-Sammler entlang des Bergfußes, in annähernd gleicher Bestandstrasse, errichtet werden müssen. --- Bestandteil der Planungsaufgabe ist die Planung der Ingenieurbauwerke zum Neubau des AZV-Sammlers (§ 43 HOAI, Leistungsphasen 1-9 sowie die örtliche Bauüberwachung). Die Vorlage einer genehmigungsfähigen Planung ist für das 2. Quartal 2025 vorgesehen, der Baubeginn zum 1. Bauabschnitt im 2. Quartal 2026. Es ist von ca. 3 getrennt auszuschreibenden Bauabschnitten auszugehen, die zwischen 2026 und 2030 realisiert werden sollen. --- Der Auftraggeber hat bereits eine Analyse der Bestandssituation veranlasst und einen Teilbereich beplanen lassen. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die diesbezüglich vorbefassten Büros an dieser Ausschreibung beteiligen werden, sind die erarbeiteten Ergebnisse in der Anlage C der Vergabeunterlagen zur zweiten Verfahrensstufe beigefügt. ---
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
26.04.24
Teilnahmefrist
27.05.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Sinzig, Deutschland
E-Mail
azv@Bieteranfrage.de
Freischalten
Telefon

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach§ 123 GWB begründet sind. --- 2.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB und nach §§ 19, 21 MiLoG begründet sind. --- 3.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. --- 4.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters, dass keine Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen bestehen (gemäß § 73 Abs. 3 VgV). Gehört der Bewerber/Bieter einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Angebot zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. --- 5.) Eigenerklärung des Bewerbers/Bieters gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Nichtzugehörigkeit zu den genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen. --- 6.) Nachweis des Bieters über die Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister bzw. ein den Rechtsvorschriften seines Sitzstaates entsprechender Nachweis (wie Handelsregister, Partnerschaftsregister, Berufskammern der Länder) --- --- Auf Verlangen der Vergabestelle sind durch den Bewerber zum Beleg seiner Eigenerklärungen entsprechende Eignungsnachweise vorzulegen wie Bescheinigung des Finanzamtes, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkassen/der Berufsgenossenschaft. Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.

  • Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers/Bieters und seinen Umsatz für die Dienstleistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, in den letzten drei Geschäftsjahren (§ 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV). --- 2.) Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber/Bieter der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient, und dass die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen (§ 47 Abs. 1 VgV). --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen (z.B. Bilanzen, EÜ-Rechnungen, BWAs), zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben. --- Der Bewerber/Bieter hat eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen, deren Deckungssumme - für Personenschäden mindestens 3.000.000 EUR - für Sach- und Vermögenschäden mindestens 3.000.000 EUR und - für Umweltschäden mindestens 3.000.000 EUR beträgt (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV). --- Die vorgenannten Mindestdeckungssummen müssen für die Personen-, Sach- und Vermögensschäden mind. zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen. Es ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen, dass die vorgenannten Versicherungssummen im Auftragsfall zur Verfügung stehen. Die geforderten Nachweise sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

  • I. Allgemeine Anforderungen

    • Angaben, die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen sind: 1.) Angabe der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich genannt und unter Nennung der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 6 VgV)
    • --- 2.) Erläuterung, aus der die Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekten, Ingenieure, Techniker etc.) hervorgeht (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV)
    • --- 3.) Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber/Bieter unter Umständen an Dritte vergeben will. --- 4.) Der Bewerber muss den Nachweis der Bauvorlageberechtigung nach § 64 LBauO Rheinland-Pfalz führen. --- 5.) Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (Qualifizierungsnachweis gemäß RAB 30). --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bewerbergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bewerber/Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
  • II. Mindestanforderung an die Bürogröße: Objektplaner Ingenieurbau und dessen Stellvertretung: --- Der Bewerber muss hinsichtlich der Person des Objektplaners Ingenieurbau über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und in diesem Planungsbereich (Objektplanung Ingenieurbauwerke) eine mindestens 8-jährige, einschlägige Berufserfahrung nach Abschluss des Studiums nachweisen. Neben der Person des verantwortlichen Objektplaners muss der Bieter über mind. 2 Vertreter mit mind. gleicher beruflicher Qualifikation und einer Berufserfahrung von mind. 5 Jahren verfügen. --- Bauüberwachung Ingenieurbau und dessen Stellvertretung: --- Der Bewerber muss hinsichtlich der Person des Bauüberwachers über die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens verfügen und in der Bauüberwachung für Ingenieurbauwerke eine mind. 8-jährige, einschlägige Berufserfahrung nachweisen. Neben der Person des Bauüberwachers muss der Bewerber über mind. 2 Vertreter mit mind. gleicher beruflicher Qualifikation und einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren verfügen. Für einen der beiden Vertreter wird gleichwertig zum abgeschlossenen Studium die Qualifikation durch eine abgeschlossene Ausbildung zum staatl. gepr. Techniker mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in der Bauüberwachung nach Abschluss der Techniker-Ausbildung anerkannt. --- Die geforderte Eignung hat zum Einreichungstermin für die Teilnahmeanträge vorzuliegen und ist mit dem Teilnahmeantrag durch Ausbildungsnachweise und nachprüfbare Referenzen/Arbeitsnachweise zum Nachweis der geforderten Berufserfahrung nachzuweisen.

  • III. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung vergleichbarer Projekte durch geeignete Referenzen nachzuweisen, die die nachfolgenden Anforderungen an die Vergleichbarkeit erfüllen und im Rahmen derer die Projekte kosten- und termingerecht abgewickelt wurden. --- Es sind mind. 3 Referenzprojekte zum Planungsbereich Ingenieurbauwerke zu benennen, die den Bau von Entsorgungsleitungen aus dem Bereich der Abwasserbeseitigung beinhalten. Die Referenzen sind dann mit der Leistung vergleichbar, wenn sie hinsichtlich der Größenordnung (Kosten/Ausführung), der technischen Ausführung und Organisation einen ähnlichen oder höheren Schwierigkeitsgrad ausweisen wie die beschriebenen Leistungen. --- Dabei müssen mindestens 2 Referenzen eine Gesamtlänge der Leitung von mind. 1.000 m ausweisen. --- Dabei muss für alle Referenzen der Abschluss der Lph 8 (alternativ die Inbetriebnahme) nach dem 1.1.2018 erfolgt sein, max. eine Referenz darf noch in der baulichen Umsetzung sein. --- Bei mind. 2 Referenzen muss die Vergabe der Bauleistungen nach den Regelungen der VOB/A ausgeschrieben worden sein. --- Bei allen Referenzen müssen mindestens die Leistungsphasen 2-6 und 8 erbracht worden sein. --- Für alle Referenzen - soweit es sich um abgeschlossene Projekte handelt (bis Lph 8) - hat der Bewerber Auskunft darüber zu geben, wie sich die Bauzeit und die Baukosten entwickelt haben (Vergleich der Ergebnisse zum Zeitpunkt des Abschlusses der Leistungsphase 3, der Leistungsphase 7 und der Projektergebnisse nach Abschluss der Leistungsphase 8). Abweichungen zwischen den Projektergebnissen und dem Kostenanschlag sowie der geplanten Bauzeit zum Zeitpunkt der Vergabe sind zu begründen. --- Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben können die vorbereiteten Listen (siehe Referenzbögen) genutzt werden. Die Referenzangaben sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

  • Kriterium für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern für die zweite Verfahrensstufe

    • Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von vergleichbaren Planungs- und Bauüberwachungsleistungen, die die Mindestanforderungen erfüllen. (Nachweis durch die Vorlage von Referenzen) --- Durch die Einreichung von zusätzlichen Referenzen (über die Mindestanzahl von 3 hinaus) kann eine bessere Bewertung erzielt werden
    • ebenso bei größerer Entsprechung der vorgelegten Referenzen mit der vorliegenden Planungsaufgabe (Kosten, Größe, Schwierigkeitsgrad/ Komplexität, etc.). Bei der Bewertung der Teilnahmeanträge werden ausschließlich Referenzen herangezogen, die die Mindestanforderungen an die Referenzen gemäß dieser Bekanntmachung erfüllen. Dies gilt auch für die Berücksichtigung von zusätzlichen Referenzen. --- --- Sofern die Zahl geeigneter Bewerber unter der bekanntgemachten Mindestzahl von 3 Bewerbern liegt, kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren nach § 51 Abs. 3 S. 2 VgV fortführen, indem er den oder die Bewerber einlädt, die über die geforderte Eignung verfügen. Alternativ kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren wegen Unterschreitung der Mindestzahl von drei geeigneten Bewerbern, aber auch gemäß § 63 VgV aufheben und gegebenenfalls ein neues Vergabeverfahren durchführen.

Zuschlagskriterien

  • Qualitätsmanagement im Rahmen der Planung und Methoden zu Einhaltung von Baukosten und Bauzeiten: Details zur Bewertung können den Vergabeunterlagen entnommen werden.

  • Örtliche Präsenz und Organsiation der Leistungserbringung in der Phase der baulichen Projektrealisierung: Details zur Bewertung können den Vergabeunterlagen entnommen werden.

  • Vertragsgestaltung: Details zur Bewertung können den Vergabeunterlagen entnommen werden.

  • Wertungssumme aus den Honorarangeboten: Details zur Bewertung können den Vergabeunterlagen entnommen werden.

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