Frist abgelaufen

Neubau Hangar-Gebäude für die DLR-Einrichtung Technologien für Kleinflugzeuge (KF), Aachen Merzbrück - Leistungen der Generalplanung, Leistungsphasen 2-4 gem. HOAI

Um den Luftverkehr der Zukunft umweltfreundlicher und klimaverträglich zu machen, wurde im Jahr 2020 unter anderem die DLR-Einrichtung Technologien für Kleinflugzeuge – kurz DLR-Einrichtung KF – gegründet, welche das Innovationszentrum für Kleinflugzeug-Technologien (INK) betreibt . Das INK widmet sich den Themen des elektrischen Fliegens und der (inter-)urbanen Mobilität mit Blick auf Kleinflugzeuge vor dem Hintergrund des Leitbilds des Rheinischen Reviers als sogenanntes Mobilitätsrevier der Zukunft. Das Konzept des elektrischen Fliegens spielt eine Schlüsselrolle für eine klimaverträgliche Luftfahrt. Die Elektrifizierung von Luftfahrzeugen hat das Potenzial, Emissionen lokal zu minimieren und die Mobilität leiser und effizienter zu gestalten. Kleinflugzeuge können in diesem Zusammenhang einen doppelten Nutzen erfüllen. Zum einen eignen sie sich als ideale Versuchsplattformen, in und mit denen neue Technologien – auch für große Flugzeuge – auf einfache, schnelle und wirtschaftliche Weise erprobt und demonstriert werden können. Zum anderen müssen kleine Flugzeuge selbst klimaverträglich werden – heutige sowie neuartige kleine Fluggeräte besitzen außerdem das Potenzial, einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten, z.B. im (inter-)urbanen Raum. Das Projekt soll die Grundlage legen für seine spätere Errichtung und den Forschungsbetrieb des DLR im sogenannten Aero-Park – einem neuen, auf luftfahrtaffine, innovative Partner ausgerichteten Plangebiet der Stadt Würselen. Das Gebäude vereint mehrere Arbeitsbereiche und ermöglicht so die direkte Entwicklung und Integration neuer Technologien in einem spezialisierten Umfeld. Am DLR Standort in Aachen Merzbrück soll ein Hangar-Gebäude am Flugplatz Aachen-Merzbrück mit Hangar-Halle, Reparatur-Werkstatt, Testräumen, Lagerräumen, Büros-, Besprechungs- und Sozialräumen sowie Räumen für weitere nutzerdefinierte Anforderungen errichtet werden. In der Planung berücksichtigt sind u.a. besondere Anforderungen, die aus dem Betriebsmodell des Innovationszentrums INK und der Lage als Mono-Standort resultieren. Das Hangar-Gebäude soll am Standort Aachen Merzbrück eine Kapazität für ca. 120 Mitarbeitende bereitstellen. Es wird als zentraler Standort für die Erforschung, Erprobung und Demonstration von Technologien am Boden sowie in der Luft dienen und bietet die nötigen Büros, Werkstattflächen und Versuchsräume sowie den erforderlichen direkten Zugang zur Start- und Landebahn. Der direkte Zugang des Grundstücks zur Start- und Landebahn des Flugplatzes soll mittels eines eigenen Rollwegs hergestellt werden. Die DLR-Einrichtung KF (als Strukturwandelprojekt) trägt maßgeblich zur Schaffung neuer, hochwertiger Arbeits- und Ausbildungsplätze bei, indem sie darauf ausgerichtet ist, zusammen mit den regionalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik innovative Technologien und Praktiken in die Anwendung zu bringen und eine klimaverträgliche Luftfahrt mit Lösungen aus dem Rheinischen Revier zu gestalten. Sie leistet einen Beitrag zum Wohlstand der Region und zu einer neuen gesellschaftlichen Akzeptanz für eine wegweisende Luftfahrt. Das Hangar-Gebäude soll nach Wunsch des Nutzers nach dem Silber -Standard des Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) errichtet werden. Im Rahmen einer BNB-Zertifizierung wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes unter Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen, soziokulturellen Qualität sowie von technischen Aspekten und Prozessen betrachtet. Die Zertifizierung soll parallel zur Planung erfolgen. Für das Hangargebäude wurde auf Grundlage des Bedarfsplans ein Flächenbedarf zusammengestellt: // - Bürofläche, Versuchsräume, Seminar, Technik, Lager, Mess- und Beobachtungsplattform gesamt: 2.100 m² // - Hangarhalle: 840 m² Nicht in diesen Flächenbedarfen enthalten sind Nebenflächen wie Verkehrsflächen (Flure, Treppenhäuser etc.) und sanitäre Anlagen. Es handelt sich um eine Baumaßnahme nach den RZBau (Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsmaßnahmen). Leistungsumfang // Der Leistungsumfang für Generalplanerleistungen des Hangars beinhaltet alle erforderlichen Planungs- und Überwachungsleistungen, die für die Maßnahme erforderlich sind LPH 2-4 gemäß Anlage zu §6 , insbesondere der Leistungsbilder // • Objektplanung Gebäude und Innenräume // • Fachplanung Tragwerksplanung // • Fachplanung Technische Ausrüstung ELT + HLS // • Objektplanung Verkehrsanlagen + Freianlagen und Ingenieurbauwerke ( Kanäle) // • Bauphysik // • Brandschutzplanung // Die Meilensteine zur Umsetzung des Projekts sehen vor: // - Leistungsbeginn: Nov 2025 // - Baubeginn: 4. Quartal 2027 // - Fertigstellung: Mitte 2030 // Die Gesamtkosten des Projektes (KG 200-500) werden auf 25,4 Mio € Netto geschätzt, und gliedert sich in folgende Aufteilung der KG: // - KG 200 1.200.000€ // - KG 300 13.176.536€ // - KG 400 7.441.760€ // - KG 500 3.581.250€ // Es ist eine stufenweise Beauftragung nachfolgend beschriebener Leistungen beabsichtigt. Zunächst werden in der Beauftragungsstufe 1a die Leistungsphasen 2 und 3 (Vorplanung und Entwurfsplanung) gemäß HOAI, bzw. gem. Anlage beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung besteht nicht. Weitere Informationen zur geplanten Maßnahme sind die Machbarkeitsstudie sowie den sonstigen Informationsunterlagen, die den Ausschreibungsunterlagen als "Vergabeunterlage G - Plan- und Informationsunterlagen" beigefügt sind, zu entnehmen.

Zeitplan

Teilnahmefrist
07.08.24
Veröffentlichung
08.07.25
Vertragsbeginn
11.11.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Erfüllungsort
Köln, Deutschland
E-Mail
markus.maul@hitzler-ingenieure.de
Telefon
0892555953902
Website
https://www.dlr.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Die Eignung der Bewerber im Hinblick auf die Berufsausübung wird zunächst unter Bezugnahme auf § 44 VgV auf Basis der folgenden Kriterien geprüft, bewertet bzw. beurteilt

    • 1.) Basisinformation zum Unternehmen des Bewerbers (Name, Sitz, Gründungsjahr, Kontaktdaten) bzw. – soweit zutreffend – zu den an der Bewerbergemeinschaft beteiligten Unternehmen (Name, Sitz, Gründungsjahr, Kontaktdaten, Leistungsanteil)
    • 2.) Eigenerklärung (soweit zutreffend) der Bewerbergemeinschaftsmitglieder zur gesamtschuldnerischen Haftung und Benennung desjenigen, der die Bewerbergemeinschaft vertritt. Nachweis der Vertretungsmacht auf Anforderung.
    • 3.) Nachweis über die Berechtigung des vorgesehenen Entwurfsverfassers, die Berufsbezeichnung Architekt zu tragen oder in Deutschland entsprechend tätig zu werden (§ 75 Abs. 1 VgV)
    • 4.) Erklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen mit anderen Unternehmen
    • 5.) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 GWB
    • 6.) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 124 GWB
    • 7.) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz, § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz, § 98c Abs. 1 Aufenthaltsgesetz, § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz und § 22 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
    • 8.) Für ausländische Unternehmen in Bezug auf die vorstehenden Punkte 5.) bis 7.): Erklärung, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, die nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes mit den vorgenannten gesetzlichen Anforderungen vergleichbar sind.
    • 9.) Erklärung zum Russlandbezug des Bieters / die Bietergemeinschaft sowie von Unterauftragnehmern, Lieferanten oder eignungsverleihenden Unternehmen.
    • 10.) Erklärung über eine eventuelle Weitergabe von Auftragsteilen an andere Unternehmen (§ 46 Abs. 3 Nr. 10 VgV). Will sich der Bewerber bei der Erfüllung des Auftrages der Leistungen anderer Unternehmen bedienen, so hat er die Weitergabe von Auftragsteilen verpflichtend anzugeben. Eine Benennung der Nachunternehmer erfolgt im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs unter Verweis auf § 36 Abs. 1. S. 1 VgV freiwillig. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung ist auf Anforderung nachzureichen.
    • 11.) Beabsichtigt der Bewerber im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen (Eignungsleihe gemäß § 47 VgV), so hat er diese zu benennen und für sie mit der Bewerbung einen eigenen Bewerbungsbogen abzugeben. Der Bewerber muss mit der Bewerbung nachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen vorlegt. Nimmt der Bewerber im Rahmen einer Eignungsleihe die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch, müssen diese Unternehmen in dem Umfang, in dem ihre Kapazitäten in Anspruch genommen werden, gemeinsam für die Auftragsdurchführung haften. Eine entsprechende Haftungserklärung ist auf Anforderung nachzureichen.
  • Die Eignung der Bewerber im Hinblick auf die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit wird zunächst unter Bezugnahme auf § 45 VgV auf Basis der folgenden Kriterien geprüft, bewertet bzw. beurteilt

    Eigenerklärung zu einer Berufshaftpflichtversicherungsdeckung in Höhe von 3,0 Mio. EUR für Personenschäden und 3,0 Mio. EUR für sonstige Schäden im Fall der Zuschlagserteilung. Die Versicherung muss für die gesamte Vertragszeit unterhalten werden. Die Vorlage des Versicherungsnachweises nach Aufforderung ist zwingende Voraussetzung für die Zuschlagserteilung.

  • In einem zweiten Wertungsschritt werden zur Begrenzung der Zahl der zur Angebotsabgabe aufzufordenden Bewerber nach § 51 Abs. 1 VgV folgende objektive Wertungskriterien herangezogen

    • 1. Erklärung über den durchschnittlichen Gesamtumsatz netto des Bewerbers in den letzten 3 Jahren von 2022 bis 2024 (§ 45 Abs. 1 Nr. 1 VgV) – Wichtung 5 %.
    • Die zu vergebenden Punkte werden wie folgt aufgeteilt:
    • - Jahresmittel ≥ 3.000.000 EUR/a (5 Punkte)
    • - Jahresmittel < 3.000.000 EUR/a und ≥ 2.500.000 EUR/a (4 Punkte)
    • - Jahresmittel < 2.500.000 EUR/a und ≥ 2.000.000 EUR/a (3 Punkte)
    • - Jahresmittel < 2.000.000 EUR/a und ≥ 1.500.000 EUR/a (2 Punkte)
    • - Jahresmittel < 1.500.000 EUR/a und ≥ 1.000.000 EUR/a (1 Punkte)
    • - Jahresmittel < 1.000.000 EUR/a (0 Punkte)
  • In einem zweiten Wertungsschritt werden zur Begrenzung der Zahl der zur Angebotsabgabe aufzufordenden Bewerber nach § 51 Abs. 1 VgV folgende objektive Wertungskriterien herangezogen

    • 2. Angabe der Beschäftigten der letzten drei Jahre von 2022 bis 2024 für das gesamte Büro des Bewerbers in Bezug auf technisch ausgerichtete Aufgabenbereiche (in Anlehnung an § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV) – Wichtung 5 %.
    • Die zu vergebenden Punkte für technische Mitarbeitende (Ingenieure/Architekten, staatlich geprüfte Techniker, Meister u. ä.) werden wie folgt abgestuft:
    • ≥ 20 Technische Mitarbeiter (5 Punkte)
    • < 20 und ≥ 15 Technische Mitarbeiter (4 Punkte)
    • < 15 und ≥ 10 Technische Mitarbeiter (3 Punkte)
    • < 10 und ≥ 5 Technische Mitarbeiter (2 Punkte)
    • < 5 und ≥ 3 Technische Mitarbeiter (1 Punkte)
    • < 3 Technische Mitarbeiter (0 Punkte)
  • In einem zweiten Wertungsschritt werden zur Begrenzung der Zahl der zur Angebotsabgabe aufzufordenden Bewerber nach § 51 Abs. 1 VgV folgende objektive Wertungskriterien herangezogen

    • 3. Darstellung von Referenzprojekten aus den letzten Jahren (Inbetriebnahme nicht vor dem 01.01.2014) Wichtung 90 %.
    • Referenzprojekte die vor 2014 in Betrieb genommen wurden, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.
    • Für die max. Punktzahl sollten folgende Anforderungen durch die Referenzprojekte erfüllt sein:
    • 3 Referenzprojekte GP:
    • - MIND. ANFORDERUNG // m Rahmen der Leistungserbringung wurden die Generalplanungsleitungen, d. h. mindestens die Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume, der Tragwerksplanung sowie der Technischen Ausrüstung erbracht? //
    • Referenzprojekt 1 - Hangar //
    • Referenzprojekt 2 - Büro- und Labornutzung //
    • Referenzprojekt 3 - Funktionalausschreibung //
    • Ohne Mindestanforderung //
    • 1 Referenzprojekt ARCH://
    • 1 Referenzprojekt ELT+HLS//
    • 1 Referenzprojekt TWP//
    • 1 Referenzprojekt Verkehrsanlagen + ING + FAP//
    • Die maximal zu erreichende Punktzahl im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs sind 100 Punkte (max. 5 Punkte für Gesamtumsatz + max. 5 Punkte für Mitarbeiterzahl + max. 90 Punkte für Referenzprojekte).
    • Die teilweise Erfüllung der vorgenannten Kriterien führt nicht zum Ausschluss, sondern zu einer entsprechend geringeren Bewertung.
    • Eine Übersicht ist der „Vergabeunterlagen C – Kriterienkatalog“ zu entnehmen.

Zuschlagskriterien

  • Personelle Besetzung

  • Fachtechnische Lösungsansätze

  • Strukturelle Herangehensweise an das Projekt

  • Gesamteindruck Konzept

Welche davon erfüllen Sie?

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Vertragsentwurf89 KB12 Seiten
Kalkulation42 KB2 Tabellen
Präsentation287 KB4 Seiten
Vertragsbedingungen124 KB8 Seiten
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