Frist abgelaufen

Nichtoffener Realisierungswettbewerb „Neubau Abfallwirtschaftszentrum mit einem Verwaltungs- und Sozialgebäude, Werkstatt- und Lagergebäuden sowie mit Freianlagen“, 55543 Bad Kreuznach“ gemäß RPW 2013 mit vorherigem Teilnahmewettbewerb und anschließendem Verhandlungsverfahren zur Vergabe der Leistungen Objektplanung Gebäude / Innenräume und Freianlagen.

Die Angebotsfrist ist am 12. September 2024 abgelaufen. Das Verfahren befindet sich in der Zuschlags- bzw. Abschlussphase. Ähnliche aktuelle Ausschreibungen ansehen ↓
Auftraggeber
Veröffentlicht
08.08.2024
Angebotsfrist
12.09.2024
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Bad Kreuznach plant in der Siemensstraße in 55543 Bad Kreuznach (Flur 53 Flurstück 37/37) ein neues Abfallwirtschaftszentrum zu errichten. Auf dem Grundstück sollen der Geschäftsbereich „Verwaltung“ für ca. 25 Mitarbeiter incl. Werkleitung und der Geschäftsbereich „Betriebseigener Fuhrpark“ mit Büro und Besprechungsbereich für Disponenten, Aufenthalts- und Sozialbereich, Umkleide- und Duschbereich für ca. 90 Fahrer/innen und Lader/innen zur Abfalleinsammlung mit entsprechender Infrastruktur realisiert werden. Ferner sind Werkstatt-, Lager- und Bürobereich für die Fahrzeuginstandhaltung erforderlich, Wasch- und Reinigungsanlagen für Mülltonnen und für Abfallsammelfahrzeuge sowie Kfz-Abstellflächen für Besucher und Angestellte und für Abfallsammelfahrzeuge. Zugleich sollen mit dem Neubau die beiden Geschäftsbereiche, die sich derzeit an getrennten Orten befinden, an dem Standort Siemensstraße räumlich zusammengeführt werden. Das zu planende Raumprogramm umfasst rd. 3.070 m² Nutzungsfläche für Verwaltungs-/ Sozialgebäude und Werkstatt- und Lagergebäude. Innerhalb der Außenanlagen sind insbesondere überdachte rd. 120 Pkw-Stellplätze, 35 Lkw-Stellplätze, rd. 40 m² Fahrradabstellflächen sowie befestigte Straßen, Wege und Freiflächen intensiv/extensiv begrünt zu gestalten sowie Maßnahmen zur Rückhaltung von Regenwasser in das Entwässerungskonzept zu integrieren.

Zeitplan

Veröffentlichung
08.08.24
Abgabefrist
12.09.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
oth-mult
Erfüllungsort
Bad Kreuznach, Deutschland
E-Mail
vergabestelle@kreis-badkreuznach.de
Telefon
+49 671 803 1998

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Auswahlkriterien

    • Überschreitet die Zahl der geeigneten Bewerber die geplante Höchstzahl von 10 Bewerbern, erfolgt die Auswahl der Bewerber, die zum Planungswettbewerb eingeladen werden, anhand folgender objektiver Kriterien:
    • a) Anzahl der wertungsfähigen Referenzen: Die wertungsfähigen Referenzen werden zunächst unter Berücksichtigung der Anzahl gewertet. Ein Bewerber mit 3 bis 4 wertungsfähigen Referenzen erhält 5 Punkte, ein Bewerber mit 5 oder mehr wertungsfähigen Referenzen erhält 10 Punkte. ---
    • b) Qualitative Projektmerkmale der Referenzen: Die wertungsfähigen Referenzen werden außerdem unter Berücksichtigung der nachfolgenden qualitativen Projektmerkmale bewertet. Dabei wird jede Referenz gesondert gewertet und sodann anschließend der Durchschnittswert der vom Bewerber eingereichten, wertungsfähigen Referenzen anhand der erzielten Gesamtsumme dividiert durch die Anzahl der wertungsfähigen Referenzen ermittelt. Der ermittelte Durchschnittswert wird anschließend mit dem Faktor 8 multipliziert. ---
    • Für die Auswahlentscheidung werden für die Objektplanung Gebäude bis zu maximal 6 Punkte pro wertungsfähige Referenz für die nachfolgenden Projektmerkmale vergeben:
    • Größe: Die Kostenberechnung des Referenzprojektes beträgt für die Bauwerkskosten (KG 300 + 400) gemäß DIN 276:2018-12 oder 276-1:2008-12 ≥ 4,0 Mio. Euro brutto: 1 Punkt. ---
    • Komplexität: Es handelt sich um ein Projekt, für das mindestens die folgenden Funktionsbereiche geplant wurden: Wasch-/Umkleidebereich mit Schwarz-Weiß-Trennung: 1 Punkt, Verwaltungsbereich: 1 Punkt, Werkstattbereich: 1 Punkt, insgesamt max. 3 Punkte. ---
    • Integrierter Planungsansatz: Für das Referenzprojekt wurde auch die Objektplanung Freianlagen bearbeitet – entweder im eigenen Büro oder im Rahmen einer Arbeits-/Bietergemeinschaft: 2 Punkte. -----
    • Die Angaben zu den Referenzleistungen sind vom Bewerber im Formblatt „Referenzleistung“ einzutragen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Fehlende Unterlagen und/oder Angaben zu Referenzprojekten werden nicht nachgefordert.
    • Bei der Bewertung der Referenzen werden nur ganze Punkte vergeben. Bei der rechnerischen Ermittlung des Durchschnittswertes zur Ermittlung der Wertungspunktzahl beim Auswahlkriterium „Qualitative Projektmerkmale der Referenzen“ gemäß lit b erfolgt eine kaufmännische Rundung auf 2 Dezimalstellen, die auch bei der anschließenden Ermittlung der Gesamtwertungssumme aus den beiden Auswahlkriterien „Anzahl der wertungsfähigen Referenzen“ und Qualitative Projektmerkmale der Referenzen“ gemäß lit a und b fortgeschrieben wird.
    • Die 10 Bewerber mit der höchsten Gesamtwertungssumme werden zur Teilnahme am Planungswettbewerb aufgefordert. Wird auch nach Anwendung der objektiven Auswahlkriterien die Höchstzahl überschritten, weil Bewerber dieselbe Punktzahl aufweisen, behält sich der Auftraggeber vor, die Auswahl zwischen betroffenen Bewerbern durch Los gemäß § 75 Abs. 6 VgV zu treffen oder alternativ die Höchstzahl entsprechend zu erhöhen.
    • Sofern die Zahl geeigneter Bewerber unter der bekanntgemachten Mindestzahl von drei Bewerbern liegt, kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren nach § 51 Abs. 3 S. 2 VgV fortführen, indem er den oder die Bewerber einlädt, die über die geforderte Eignung verfügen. Alternativ kann der Auftraggeber das Vergabeverfahren wegen Unterschreitung der Mindestzahl von drei geeigneten Bewerbern aber auch gemäß § 63 VgV aufheben und gegebenenfalls ein neues Vergabeverfahren durchführen.
  • Beurteilungskriterien für die Beurteilung der eingereichten Wettbewerbsarbeiten durch das Preisgericht

    • Gestalterische und städtebauliche Qualität in Bezug auf das Gesamtkonzept des Abfallwirtschaftszentrums.--
    • Funktionale Qualität der raum- und betriebsorganisatorischen Lösungen, der externen und internen Erschließungen sowie der Barrierefreiheit.--
    • Qualität des Konzeptes zur Nachhaltigkeit in Bezug auf Energieeffizienz und Klimaneutralität, Ressourcenschonung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen.--
    • Gestalterische Qualität der Außenanlagen und Freiflächen und deren Funktionalität in Bezug auf die Betriebsabläufe.--
    • Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Einhaltung des vorgegebenen Kostenzieles und auf die zu erwartenden Betriebskosten.--
    • Auf Basis der Beurteilungskriterien wird eine Gesamtbeurteilung der Wettbewerbsarbeiten durch das Preisgericht vorgenommen. Der Ablauf der Bewertung erfolgt stufenweise, wobei in den ersten Bewertungsrundgängen Wettbewerbsarbeiten aufgrund gravierender Mängel in Bezug auf die Beurteilungskriterien einstimmig ausgeschieden werden können. In den weiteren Bewertungsrundgängen wird aus den verbliebenen Wettbewerbsarbeiten eine Gruppe der Engeren Wahl und danach eine Rangfolge gebildet. Die Beurteilungen der Wettbewerbsarbeiten erfolgt schriftlich als Gesamtbeurteilung auf Basis der Beurteilungskriterien unter Angabe der Stimmverhältnisse, vgl. Ziff. 4. in Anlage VII zur RPW 2013.
  • Nachweis Berufsbezeichnung Architekt/in

    • Nachweis, dass der Bewerber zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt/in“ gemäß § 3 ArchG Rh.-Pf. berechtigt ist. Zum Nachweis ist vom Bewerber die Kopie des Eintragungsnachweises in die Architektenliste der Architektenkammer Rheinland-Pfalz in der Fachrichtung „Architektur“ gemäß § 5 ArchG Rh.-Pf. mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. ---
    • Auswärtige Berufsangehörige und auswärtige Berufsgesellschaften haben die Voraussetzungen nach § 10 Abs. 1 ArchG Rh.-Pf. nachzuweisen, indem sie eine Kopie des Eintragungsnachweises in der Liste der Architektenkammer Rheinland-Pfalz oder in einer anderen Architektenkammer in der Bundesrepublik Deutschland in der Fachrichtung Architektur vorlegen. Verfügt der auswärtige Berufsangehörige / die auswärtige Berufsgesellschaft nicht über einen Eintrag als Architekt/in in einer Architektenliste innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, ist vom Bewerber mit dem Teilnahmeantrag eine Kopie des Eintragungsnachweises bei der Architektenkammer Rheinland-Pfalz oder bei einer anderen Architektenkammer in der Bundesrepublik Deutschland in das Verzeichnis für auswärtige Berufsangehörige oder das Verzeichnis für auswärtige Berufsgesellschaften gemäß § 10 Abs. 3, 4 ArchG Rh.-Pf. einzureichen. Bei erstmaliger vorübergehender oder nur gelegentlicher Tätigkeit genügt auch die Vorlage der Anzeige gemäß § 10 Abs. 2 oder 3 ArchG Rh.-Pf. ---
    • Ist der Bewerber eine juristische Person, ist er nur teilnahmeberechtigt, wenn er für die Durchführung der Aufgabe verantwortliche Angehörige mit der Berufsbezeichnung „Architekt/in“ im Bewerbungsbogen benennt und dessen Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung gemäß den vorstehenden Ausführungen mit dem Teilnahmeantrag nachweist. ---
    • Es wird auf die Regelung zur Bauvorlageberechtigung gemäß § 64 Abs. 2 Nr. 1 LBO Rh.-Pf. verwiesen. -----
  • Ausschlussgründe: Erklärung zu Ausschlussgründen gemäß §§123, 124 GWB: Nachweis – zunächst nur Eigenerklärung gemäß Formblatt „Bewerbererklärung“ –, dass dem Bewerber keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB bekannt sind. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft zu erbringen.

  • Ausschlussgründe aus Artikel 5k der Verordnung EU 2022/576 (Nr. 833/2024 in der aktuellen Fassung) - Verbot von Auftragserteilungen an russische Staatsangehörige/Unternehmen/Lieferanten.: Der Auftraggeber schließt ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt des Vergabeverfahrens von der Teilnahme aus, soweit dieser Kenntnis über das unbedingte Vorliegen von Ausschlussgründen erlangt. Hierzu ist die Eigenerklärung Russland-Sanktionen einzureichen.

  • Nachweis Berufshaftpflichtversicherung: Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung durch Vorlage der Kopie einer Versicherungsbescheinigung. Mindestanforderung: Die vorzulegende Versicherungsbescheinigung muss eine Mindest-Deckungssumme für Personenschäden über € 2.000.000,- und für Sach- und Vermögensschäden über € 2.000.000,- ausweisen. Die Mindest-Deckungssummen müssen mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Bewerbergemeinschaftsmitglied gesondert zu erbringen mit der Maßgabe, dass es genügt, wenn die Addition der nachgewiesenen und mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehenden Mindest-Deckungssummen der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft die geforderten Mindest-Deckungssummen erreichen.

Zuschlagskriterien

  • A. Wettbewerbsergebnis: Für das Zuschlagskriterium „Wettbewerbsergebnis“ ist die Preisträger-Platzierung im Rahmen des vorangegangenen Planungswettbewerbes maßgebend. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Vergabeunterlagen, insbesondere auf die Datei „Zuschlagskriterien“ verwiesen.

  • B. Umsetzungsstrategie / Projektorganisation: Maßgebend für die Angebotswertung sind die mit den Erst-Angeboten gemachten Angaben nebst den Erläuterungen im Bieter- und Verhandlungsgespräch. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Vergabeunterlagen, insbesondere auf die Datei „Zuschlagskriterien“ verwiesen.

  • C. Honorarangebot: Maßgebend für die Angebotswertung ist das verbindliche Honorarangebot im Rahmen der endgültigen Angebotsabgabe. Das Honorarangebot im Rahmen des Erst-Angebots ist nur indikativ. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Vergabeunterlagen, insbesondere auf die Datei „Zuschlagskriterien“ verwiesen.

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Vergabeunterlagen

Vertragsentwurf156 KB4 Seiten
Kalkulation78 KB2 Tabellen
Präsentation37 KB16 Seiten
Vertragsbedingungen203 KB32 Seiten
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