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Vorbereitung Baulogistik Hollerich

Auftraggeber
Veröffentlicht
15.07.2026
Angebotsfrist
Das Wasserstraßen-Neubauamt Heidelberg plant den Wehrersatz und die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Staustufe Hollerich an der Lahn. Aufgrund der topographischen Lage im engen Lahntal ist die Zugänglichkeit derzeit stark eingeschränkt. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die bauvorbereitenden Verkehrserschließungsmaßnahmen zur Baustellenversorgung sowie für den späteren Betrieb der Anlagen. Die konzeptionelle und innovative Optimierung der vorhandenen Planungen ist Teil der Leistungsbeschreibung. Weg Salscheid Die Maßnahmen umfassen zunächst den Wegebau am Weg Salscheid und dem Lahnradweg. Hierbei wird ein vorhandener Wirtschaftsweg auf einer Länge von rund 5 km für den Zweirichtungsverkehr des schweren Baustellenverkehrs ertüchtigt. Dies beinhaltet die Herstellung von Ausweichstellen, Warteplätzen und Baustelleneinrichtungsflächen. Während der erste asphaltierte Abschnitt ab dem Kreisel Singhofen auf circa 850 Metern erhalten bleibt, wird der folgende Abschnitt bis zum Lahnradweg auf 3,50 Meter Breite grundhaft ausgebaut. Dies erfordert einen Untergrundaustausch von 40 Zentimetern, Fahrbahnverbreiterungen in Kurven sowie Hangsicherungen bei tiefen Einschnittsböschungen. Zudem wird der betroffene, rund 240 Meter lange Abschnitt des Radfernwegs Lahn analog im Bestand asphaltiert und ebenfalls auf 3,50 Meter verbreitert. Schleusenbrücke Darüber hinaus gehört der Bau der Schleusenbrücke zum Leistungsumfang. Dies umfasst die Entwurfs- und Ausführungsplanung auf Basis der Vorkonzeption sowie den Neubau einer Brücke zur verkehrstechnischen Erschließung der Mittelinsel über den Schleusenkanal. Dazu gehören die erforderlichen Anrampungen, Abböschungen, Böschungssicherungen und der Anschluss an das bestehende Wegenetz. Ebenfalls enthalten sind alle baulichen Details wie Bauwerksfugen, Auflager, Schleppplatten und Abdichtungen sowie die technische Ausrüstung mit Kabelzugschächten, Leerrohren, Geländern und Beleuchtung. Kranstellplätze Zusätzlich beinhaltet der Auftrag die Herstellung von zwei neuen Mobilkranstellplätzen für Fahrzeuge mit bis zu fünf Achsen am Ober- und Unterhaupt der bestehenden Schleuse. Dies erfordert die Schaffung geeigneter Zuwegungen mit Anschluss an den Lahnradweg. Am oberwasserseitigen Kranstellplatz sind zudem geotechnische Ertüchtigungsmaßnahmen zur Sicherung der Uferböschung des Schleusenkanals erforderlich. Zu den weiteren Bestandteilen des Auftrags gehören die Erkundung unbekannter Medienleitungen mittels Suchschlitzen sowie deren Umverlegung und Sicherung.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
15.07.26
Teilnahmefrist
12.08.26
Vertragsbeginn
01.12.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Erfüllungsort
Heidelberg, Deutschland
E-Mail
vergabestelle.wna-heidelberg@wsv.bund.de
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Telefon
+49 6221 507401
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Website
http://www.wna-heidelberg.wsv.de/
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • Bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit es Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind und schließt Nachunternehmerleistungen ein.
    • Mindestanforderung: Der geforderte Mindestjahresumsatz in Euro (netto) / Jahr beträgt: 2,5 Mio. € ohne Umsatzsteuer.
  • Für die vier Leistungen (A) bis (D) ist mind. eine Referenz nachzuweisen. Die Anzahl der Referenzen selbst ist nicht beschränkt. Auf Verlangen hat der Bewerber für alle Referenzen, die gewertet wurden, die in der Eigenerklärung zur Eignung genannten Bescheinigungen vorzulegen. Bei Referenzen mit Wichtung gilt zudem

    • Wird mehr als eine Referenz eingereicht, werden die jeweiligen Bewertungspunkte der einzelnen vergleichbaren und damit wertbaren Referenzen bei jedem Bewerber addiert und dann der Mittelwert mit zwei Nachkommastellen berechnet sowie mit der Wichtung für die jeweilige Referenz multipliziert. Dies kann bedeuten, dass der Mittelwert eine geringere Punktzahl aufweist als die punkthöchste Referenz.
    • - Mit Wichtung (50%):
    • A) Bauleistungen zu oder an Ingenieurbauwerken im Bereich wasserbaulicher Anlagen. Bei der Bauleistung muss es sich entweder um einen Neubau oder eine Grundinstandsetzung (einem Neubau gleichwertig) handeln.
    • Vergleichbare Objekte sind:
    • - schwierige Uferwände und -mauern, Ufer- und Sohlsicherungen
    • (Gruppe 3, HOZ III nach Anl. 12.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • - Einfeldbrücken
    • (Gruppe 6, HOZ III nach Anl. 12.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • - Stützbauwerke mit Verankerung und schwierigen Baugrund- oder Belastungsverhältnissen
    • (Gruppe 7, HOZ III nach Anl. 12.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • (Objekte bei Sicherungen von Geländesprüngen, HOZ III nach Anlage 14.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • Die Ingenieurbauwerke müssen mit Bezug zu Gewässern geplant und errichtet worden sein.
    • Die wesentlichen Leistungen müssen vom Bieter selbst oder in einer führenden Rolle (z. B. als Generalunternehmer, ARGE-Führer o. Ä.) erbracht worden sein.
    • Punktevergabe erfolgt auf Basis der folgenden Vorgaben:
    • + 1 Punkt:
    • Objekt ist eine Straßenbrücke mit Schwerlastverkehr (mind. SLW 30).
    • + 1 Punkt:
    • Das Projekt wurde in einer Bundeswasserstraße errichtet.
    • + 1 Punkt:
    • Bei der Umsetzung des Projektes mussten Aus- oder Rückwirkungen auf die Bestandsbebauung beachtet und in den Bauablauf integriert werden (Bauen im Bestand) oder der laufende Betrieb von Infrastruktureinrichtungen, wie z. B. Produktionsanlagen, Verkehrsführungen oder Wehr- oder Schleusenanlagen musste gewährleistet werden.
    • + 1 Punkt:
    • Das Projekt wurde im Übergangsbereich zwischen Locker- und Festgestein gegründet.
    • 1 Punkt (Anforderung erfüllt):
    • Abrechnungssumme ≥ 2,0 Mio. € (netto)
    • 0 Punkte (Anforderung nicht erfüllt):
    • Abrechnungssumme < 2,0 Mio. € (netto)
  • - Mit Wichtung (50%)

    • B) Bauleistungen im Bereich des Straßen- und Wegebaus mit besonderen Zwangspunkten, schwierigen Hanglagen und/oder fließenden Gewässern. Bei der Bauleistung muss es sich entweder um einen Neubau oder eine Grundinstandsetzung (einem Neubau gleichwertig) handeln.
    • Vergleichbare Objekte sind:
    • - außerörtliche Straßen mit besonderen Zwangspunkten im bewegten Gelände
    • (Objekte nach a) Straßenverkehr, HOZ III nach Anl. 13.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • - Wege im bewegten Gelände mit schwierigem Baugrund- und Entwässerungsverhältnissen
    • (Objekte nach a) Straßenverkehr, HOZ III nach Anl. 13.2 HOAI 2021 oder gleichwertig)
    • Die Leistungen müssen mit Bezug zu Arbeiten im Außenbereich und Anschlussbebauung sowie im Bestand geplant und errichtet worden sein. Die wesentlichen Leistungen müssen vom Bieter selbst oder in einer führenden Rolle (z. B. als Generalunternehmer, ARGE-Führer o. Ä.) erbracht worden sein.
    • Punktevergabe erfolgt auf Basis der folgenden Vorgaben:
    • + 1 Punkt:
    • Das Projekt umfasst auch Umlegung/Sicherung von Bestandsleitungen sowie die Neuerstellung von Medienleitungen.
    • + 1 Punkt:
    • Das Projekt wurde innerhalb oder unmittelbar angrenzend an Naturschutzgebieten unter Berücksichtigung von besonderen Belangen des Umweltschutzes (z. B. Bauzeitenbeschränkungen, wechselnde Arbeitsbereiche, Amphibienschutzmaßnahmen, Brutzeiten etc.) realisiert.
    • + 1 Punkt:
    • Die Leistungserbringung erfolgte im Bereich schwieriger Hanglagen und beinhaltet Felsarbeiten und Hangsicherungsmaßnahmen.
    • + 1 Punkt:
    • Die Leistungserbringung beinhaltete die Aufbereitung und die Wiederverwendung von Rückbau- oder Aushubarbeiten
    • 1 Punkt (Anforderungen erfüllt):
    • Abrechnungssumme ≥ 2,0 Mio. € (netto)
    • 0 Punkte (Anforderung nicht erfüllt):
    • Abrechnungssumme < 2,0 Mio. € (netto)
  • - Ohne Wichtung, Mindestanforderung

    • C) Leistungen über die Erbringung der Objektplanung in den Leistungsphasen 3 (Entwurfsplanung) und 5 (Ausführungsplanung) nach HOAI bei einer Straßenbrücke (Einfeldbrücke) inklusive Anrampungen, Böschungssicherungen und Verkehrsanbindung mit Bezug zu Gewässern oder einem vergleichbaren Objekt. Bei der Planungsleistung muss es sich um eine Planung für einen Neubau handeln.
    • Vergleichbare Objekte sind:
    • - Einfeld- und Mehrfeldbrücken,
    • - einfache Mehrfeld- oder Bogenbrücken,
    • - vergleichbar komplexe konstruktive Ingenieurbauwerke mit Bezug zu Gewässer
    • Generell gilt für alle Objekte, dass die Komplexität der Gruppe 3, HOZ III nach Anl. 12.2 HOAI 2021 oder gleichwertig entsprechen muss und das Objekt in Stahlbeton ausgeführt wurde.
    • Mindestanforderung (1 Punkt):
    • Abrechnungssumme ≥ 0,5 Mio. € (netto)
  • - Ohne Wichtung, Mindestanforderung

    • D) Leistungen über die Erbringung der Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 3 (Entwurfsplanung) und 5 (Ausführungsplanung) nach Anl. 14 HOAI 2021 oder gleichwertig bei einer Straßenbrücke aus Stahlbeton (Einfeldbrücke), Böschungssicherungen und Schutz des vorhandenem Bauwerksbestands (Schleusenkammer) mit Bezug zu Gewässern oder einem vergleichbaren Objekt. Bei der Planungsleistung muss es sich um eine Brückenplanung für einen Neubau oder einer Planung für eine Grundinstandsetzung (einem Neubau gleichwertig) hinsichtlich der übrigen Leistungen handeln.
    • Vergleichbare Objekte sind:
    • - Brücke
    • - Schleuse, Wehr, Sperrwerk
    • - vergleichbar komplexe konstruktive Ingenieurbauwerke mit Bezug zu Gewässern
    • Generell gilt für alle Objekte, dass die Komplexität der Gruppe 3, HOZ III nach Anlage 12.2 HOAI 2021 oder gleichwertig entsprechen muss und das Objekt in Stahlbeton ausgeführt wurde.
    • Mindestanforderung (1 Punkt):
    • Abrechnungssumme ≥ 0,5 Mio. € (netto)>= 0,10 Mio. Euro Netto
  • Eigenerklärung zur Eignung - Formblatt 133b-B Das Formblatt ist vollständig ausgefüllt mit dem Teilnahmeantrag einzureichen und liegt den Vergabeunterlagen bei. Soweit sich der Bewerber/Bieter zum Nachweis seiner Eignung der Kapazitäten anderer Unternehmen bedient (Eignungsleihe) oder die Ausführung wesentlicher Leistungen auf Nachunter-nehmer überträgt, werden auch diese einer Eignungsprüfung unterzogen. Hierzu sind für jeden dieser Nachunternehmer bereits mit dem Teilnahmeantrag zwingend das ausgefüllte Formblatt Eigenerklärung zur Eignung sowie die Verpflichtungserklärung (FB 393-B) einzureichen. Die wesentlichen Leistungen sind wie folgt definiert

    • Bau-, Fundamentierungs- und Oberbauarbeiten für Fernstraßen und Straßen
    • Straßenbauarbeiten
    • Bau von Straßenbrücken
    • Bauarbeiten für Wasserstraßen
    • Stützmauern
    • Spundwände
    • Aushub- und Erdbewegungsarbeiten
    • Technische Planungsleistungen im Tief- u. Hochbau

Zuschlagskriterien

  • Preis: 60

    • Planung in freigestellten Bereichen 20 %
    • Umsetzungskonzept 20 %: 40

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Preisblatt42 KB2 Tabellen
Projektplan287 KB32 Seiten
Eigenerklärung124 KB6 Seiten
Eignungskriterien56 KB12 Seiten
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