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Gesamtsanierung Klubhaus der Jugend in Saalfeld/Saale

Auftraggeber
Veröffentlicht
20.08.2026
Angebotsfrist
Das heutige Klubhaus der Jugend wurde 1908 am Standort des ehemaligen Gartenlokals am Oberen Tor eingeweiht, damals unter dem Namen "Saalfelder Gewerkschaftshaus". Errichtet wurde es im Auftrag des Bürgerlichen Brauhauses. Die Gastwirtschaft erhielt nach Beendigung des 1. Weltkrieges die Bezeichnung "Bürgerbräu". 1920 wurde im Saal des Gasthauses ein Lichtspieltheater errichtet, welches allerdings bereits im Jahr 1927 wieder schloss. In den Räumen des Bürgerbräu fanden vielfältige Vereinsabende unterschiedlicher Nutzer statt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde für das Gebäude eine neue Nutzung gesucht. 1949 erfolgte die Schließung eines bisher als Haus der Jugend genutzten ehemaligen Mauxionsgebäudes in Saalfeld, sodass daraufhin der Umzug ins jetzige Klubhaus erfolgte. Ab diesem Zeitpunkt etablierte sich das Gebäude als Zentrum der Jugendkultur, was bis heute Bestand hat. Die offizielle Wiedereröffnung nach zahlreichen Umbauten und Neueinrichtungen erfolgte im Jahr 1954, seitdem unter dem Namen "Klubhaus der Jugend". Schon damals befanden sich dort Leseräume, ein Musikzimmer mit Instrumenten, eine Küche für die Vermittlung hauswirtschaftlicher Grundkenntnisse, ein Fotokabinett mit Dunkelkammer sowie zahlreiche Räume für gemeinschaftliches Arbeiten. Nach der Wiedervereinigung wurde das Klubhaus fortlaufend als Gaststätte, Diskothek und Wirkungsstätte verschiedener Vereine und für Jugendarbeit genutzt. Im Zeitraum zwischen 1990 und 2023 fanden abschnittsweise kleine Modernisierungen und Sicherungsabreiten statt, um die Nutzung der Räumlichkeiten gewährleisten zu können, umfangreichere Sanierungen sind nicht vorgenommen worden. Das Klubhaus der Jugend gilt als eines der stadtbildprägendsten Gebäude der Saalfelder Innenstadt, mit dem sich jegliche Generationen der Stadtbevölkerung identifizieren. Es wirkt sich aufgrund seiner Lage nicht nur auf sein direktes räumliches Umfeld aus, sondern steht als Teil des Denkmalensembles der Stadt für Saalfelds Architekturgeschichte. Die damalige Vision der Errichtung einer zentral gelegenen Kulturstätte als Begegnungs- und Veranstaltungsort hat bis heute nicht an Bedeutung verloren, daher gilt es, das Klubhaus der Jugend in seiner Funktions- und Wirkungsstärke für überregionale kulturelle Angebote noch sichtbarer zu machen und das in der Region einzigartige Potenzial des Gebäudes zu nutzen. Es soll in seiner Grundfunktion als solches bestehen bleiben, gleichzeitig aber noch breiter gefächerte Möglichkeiten für kulturelle Angebote über die bisher wirkenden Vereine hinaus bieten, sodass der Charakter einer Anlaufstelle für Vereinsarbeit und generationsübergreifender Begegnungen noch prägnanter zur Geltung kommen kann. Zusammenfassend lässt sich das Klubhaus der Jugend als Gestaltungs- und Entfaltungsraum, überregionaler kultureller Anlaufpunkt und Ort der politischen Bildung beschreiben - eine der relevantesten und zukunftsträchtigsten Kultureinrichtungen der Stadt Saalfeld. Allgemeine Angaben zum Gebäude Flurstück-Nr.: 791/10 Flurstücksgröße: 1.083 m² Baujahr: vor 1900: Saal und kleiner Gebäudeteil Oberes Tor 1908: umfangreiche Umbauten und Erweiterung 1970: Anbau Eingang Bruttorauminhalt (BRI): 13.488,21 m³ Bruttogeschossfläche (BGF): 3.895,93 m² Nettogeschossfläche (NGF): 3.084,43 m² Grundfläche Gebäude: 1.015,00 m² Mischbauweise (Mauerwerk/Fachwerk) dreigeschossig, unterkellert Dachformen: Mansarddach, Satteldach, Dach mit Krüppelwalm (Zwerchgiebel, Gauben, Erker mit Turmaufbau) Dachaufbau: Holzkonstruktion, Pfettendach, Schiefer, Schindeln Fundamente: Streifenfundamente Mauerwerk + Beton Außenwände: Mauerwerk, Giebel und Hofbereich DG Fachwerk Decken: Kellerdecke massiv, Holzbalkendecken mit Fehlboden kleiner, nicht überdachter Innenhof 3 Treppenhäuser mit Holztreppen, teilweise gewendelt Holzfenster, teilweise einfachverglast Aktuelle Nutzung gemischte Nutzung: kulturell (Jugendarbeit, Veranstaltungen, Vereine), Wohnnutzung (aktuell 3 Wohneinheiten vermietet). Folgende öffentliche und teilöffentliche Nutzungen finden im Gebäude statt: Veranstaltungssaal mit Bühne und Empore für kulturelle Aufführungen, Konzerte etc., soziale Jugendarbeit mit Indoor-Skaterbahn, Vereinsnutzung verschiedener Vereine, Bandproberäume und Kreativräume. Ziel der Umstrukturierung Das Klubhaus der Jugend soll weiterhin und über die jetzigen Nutzungsmöglichkeiten hinaus als Gestaltungsort für vielfältige Interessengruppen dienen. Hierbei zeichnet sich vor allem die individuelle Verbindung aus Einzel- und Gemeinschaftsnutzung der verschiedenen Bereiche aus. Die Flur- und Eingangsbereiche sollen möglichst offen gestaltet werden und eine möglichst leichte Orientierung im Gebäude. Es soll neben dem Veranstaltungseingang, welcher sich auch in Zukunft im mittleren Teil des Gebäudes befinden soll, einen von außen schnell und gut sichtbaren Haupteingangsbereich geben. Dieser Eingangs- und Empfangsbereich soll wie auch die Flurbereiche im Rahmen der Grundrisse übersichtlich gestaltet werden und einfache Orientierung für Besucher ermöglichen. Das Ziel soll eine höchstmögliche Effizienz hinsichtlich der Nutzungsüberschneidungen der multifunktionalen Räumlichkeiten sein - so beispielsweise die Sanitärbereiche, Teeküchen und allgemeine Flurbereiche. Auch Beratungsräumlichkeiten sollen möglichst so in die Konzipierung integriert werden, dass sie multifunktional einer Vielzahl an Nutzern zur Verfügung stehen. anrechenbare Baukosten (Netto): KG 300: 3.510.019,00 EUR KG 400: 2.020.000,00 EUR KG 410: 350.000,00 EUR KG 420: 350.000,00 EUR KG 430: 300.000,00 EUR KG 440: 400.000,00 EUR KG 450: 300.000,00 EUR KG 460: 80.000,00 EUR KG 470: 240.000,00 EUR
4 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
20.08.26
Fragenfrist
11.09.26
Teilnahmefrist
18.09.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Saalfeld/Saale, Deutschland
Vertragslaufzeit
24 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
hochbau@stadt-saalfeld.de
Telefon
+49 3671598-345
Website
https://www.saalfeld.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Mindeststandard

    • Berufshaftpflichtversicherung bzw. Projektversicherung mit den Deckungssummen von 3,00 Mio EUR für Personenschäden sowie 1,00 Mio EUR für sonstige Schäden. Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung durch Einreichung einer Kopie des Versicherungsscheins
    • Alternativ: Vorlage verbindlicher und unbedingter Erklärungen des Bewerbers und des Versicherers zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung, worin der Bewerber und der Versicherer sich bereit erklären, bei Auftragserteilung die Haftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen - Ausschlusskriterium
  • - Auskunft nach § 46 (3) Nr. 2 VgV (Eigenerklärung) - Name, berufliche Qualifikation, Art der Berufserfahrung und Berufserfahrung in Jahren der Personen, die die Leistung tatsächlich erbringen - Angaben nach § 46 (3) Nr. 6 VgV (Eigenerklärungen) - Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für die Inhaberin/den Inhaber oder Führungskräfte des Unternehmens sowie die Personen, die die Leistung tatsächlich erbringen - Angaben nach § 46 (3) Nr. 8 VgV (Eigenerklärungen) - jährliche Anzahl und Zusammensetzung der Beschäftigten der letzten drei Jahre

  • Nachweise gemäß § 45 (1) Nr. 1 VgV (Eigenerklärung über den jährlichen Gesamtumsatz - das jährliche Gesamthonorar - für entsprechende Leistungen in den letzten drei Geschäftsjahren)

  • Angaben nach § 46 (3) Nr. 1 VgV (Eigenerklärungen) - konkret auf die Bewerbung abgestellte Referenzen (vergleichbare Leistungen, in den letzten zehn Jahren)

    • Bezeichnung der Baumaßnahme, Angabe des Ausführungszeitraums (von- bis), Kosten / Baukosten gemäß DIN 276 (brutto), der erbrachten Leistungsphasen, der Größenordnung (Bruttogrundrissfläche BGF), des Projektleiters, des Bauleiters sowie des Auftraggebers (Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer). Gewünscht ist der Nachweis von Fachkunde und Erfahrungen im Los 1: für die Objektplanung Gebäude in der Sanierung / Umbau von Kulturbauten, Mehrzweckhallen für kulturelle Zwecke (Bestandsgebäude in Altstadt). Der Umbau und die Sanierung eines Altstadtgebäudes mit einem Baualter von 1930 und älter ist von Vorteil
    • im Los 2: für die Sanierung von Tragwerken mit durchschnlichem Schwierigkeitsgrad, insbesondere schwierige statisch bestimmte und statisch unbestimmte ebene Tragwerke
    • der Umbau und die Sanierung eines Altstadtgebäudes mit einem Baualter von 1930 und älter ist von Vorteil
    • im Los 3: für Abwasser-, Wasseranlagen mit verzweigten Netzen, verzweigte Heizungsnetze
    • der Umbau und die Sanierung eines Altstadtgebäudes mit einem Baualter von 1930 und älter ist von Vorteil
    • im Los 4: für Niederspannungsanlagen mit bis zu drei Verteilungsebenen
    • Fernmelde- oder informationstechnische Anlagen
    • der Umbau und die Sanierung eines Altstadtgebäudes mit einem Baualter von 1930 und älter ist von Vorteil, mit Einbau Aufzug. Die fachliche Eignung ist jeweils anhand von ausgewählten Referenzprojekten nachzuweisen (grafische und textliche Darstellung von max. 2 Referenzprojekten auf je max. 1 Seite DIN A3, einseitig bedruckt).
    • - Angaben nach § 46 (3) Nr. 3 VgV (Eigenerklärungen) - Maßnahmen zur Qualitätssicherung und der Untersuchungs- und Forschungsmöglichkeiten des Bewerbers einschließlich IT und Software des Bewerbers (Angaben zur CAD-Ausrüstung sowie Gewährleistung GAEB-Schnittstellen) - Angaben nach § 46 (3) Nr. 9 VgV (Eigenerklärungen) - Ausstattung, Geräte und technische Ausrüstung - Angaben nach § 46 (3) Nr. 10 VgV (Eigenerklärungen) - Auftragsanteil/Leistungen, für den/die der Bewerber Unteraufträge zu erteilen beabsichtigt
    • Benennung der hierfür vorgesehenen Büros
  • Los 1

    • Objektplanung Gebäude - Architekten und bauvorlageberechtigte Ingenieure - Zur Bewerbung sind zugelassen in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässige "Architekten (Hochbau)" gemäß § 75 (1) VgV sowie "Ingenieure" gemäß § 75 (2) VgV, die bauvorlageberechtigt sind, - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. Los 2: Tragwerksplanung - § 75 Abs. 2 VgV - Berufsstand der Ingenieure, Fachgebiet Tragwerksplanung - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. Los 3: Planung Technische Ausrüstung, ALG 1-3 (HLS) - § 75 Abs. 2 VgV - Berufsstand der Ingenieure, Fachgebiet Heizungs-, Lüftungs-, Sanitärtechnik - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. Los 4: Planung Technische Ausrüstung, ALG 4-7 (ELT, Kommunikationstechnik, Förderanlagen, Nutzungsspezifische Anlagen) - § 75 Abs. 2 VgV - Berufsstand der Ingenieure, Fachgebiet Elektro- und Kommunikationstechnik, Förderanlagen - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. Nachweis der beruflichen Befähigung des Bewerbers und der Führungskräfte des Unternehmens, Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Auftragsfall die Leistung erbringen sollen, Benennung des Projektleiters und des Bauleiters, Nachweis der beruflichen Qualifikation jeweils durch Nachweis der Berufszulassung
    • handelt es sich bei dem Bewerber um eine juristische Person, ist eine Kopie des Handelsregisterauszuges einzureichen

Zuschlagskriterien

  • Honorarforderungen: Honorar Grundleistungen gemäß HOAI einschließlich Umbauzuschlag und Nebenkosten Summe Honorare Besondere Leistungen + Nebenkosten Zeithonorar (Summe der Stundensätze bei Wichtung der Sätze Büroinhaber und Angestellte Architekten / Ingenieure 2-fach, sonstige Büromitarbeiter 1-fach)

  • Projektteam, Projektorganisation, Koordination: Vorstellung des Projektteams, Verfügbarkeit + Präsenz Projektleiter, Bauleiter, Aufgabenverteilung innerhalb des Projektteams, Darstellung des bewerbertypischen Projekt- und Qualitätsmanagements, Maßnahmen zur Einhaltung von Qualität, Darstellung der Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Fördermitteln einschließlich Beantragung und Abrechnung Kooperation mit anderen beauftragten Fachplanern (Tragwerksplanung, Planung Technische Ausrüstung) in Planung und Realisierung, Koordination der Leistungen mit Leistungen anderer Beteiligter

  • Projektanalyse, Methodik, Herangehensweise: Darstellung der prinzipiellen, bewerbertypischen Herangehensweise an die Planungsaufgabe anhand von vergleichbaren Projekten, Methodik und wesentliche Arbeitsschritte (in den Ausführungen soll der Bezug zur konkreten Aufgabenstellung hergestellt und die Herangehensweise anhand von realisierten Projekten erläutert werden) Bewerbertypischer Ansatz zur Umsetzung einer wirtschaftlichen Lösung in Bezug auf Betrieb und Folgekosten, Ermittlung der Kosten in LP, Aussagen zur Kostenoptimierung in Planungs- und Bauphase Zeitbedarf für Leistungsphasen, vorgesehene Maßnahmen zur Einhaltung von Terminzielen für das Vorhaben im Auftragsfalle

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Vergabeunterlagen

Vertragsentwurf37 KB32 Seiten
Kalkulation203 KB2 Tabellen
Projektplan89 KB12 Seiten
Vertragsbedingungen42 KB24 Seiten
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