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Infrastrukturelles Facility Management Technische Dienstleistungen Olympiapark

Auftraggeber
Veröffentlicht
05.08.2026
Angebotsfrist
Der Olympiapark Berlin ist eine umfangreiche, denkmalgeschützte Sport- und Veranstaltungsanlage mit zahlreichen Sportflächen, Bürobereichen und touristischen Einrichtungen auf rund 127 Hektar und in etwa 100 Gebäuden. Gegenstand der ausgeschriebenen Leistung ist das infrastrukturelle Facility Management, insbesondere der Betrieb, die Instandhaltung und die Dokumentation aller nicht ausdrücklich ausgenommenen baulichen und technischen Anlagen sowie allgemeine Hausmeisterdienste. Ziel ist die Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustands der technischen Infrastruktur und die Sicherstellung eines jederzeit reibungslosen Anlagenbetriebs. Die Leistung umfasst unter anderem Heizungs-, Lüftungs-, Elektro-, Beleuchtungs-, Beregnungs- und Flutlichtanlagen, Wasser- und Abwasseranlagen, Tür- und Toranlagen sowie Schranken und weitere technische Einrichtungen des Geländes. Der Auftragnehmer hat Wartung, Inspektion und Instandsetzung nach dem Stand der Technik, einschlägigen DIN-Normen, Herstellervorgaben und Unfallverhütungsvorschriften durchzuführen und die teils unvollständige Anlagendokumentation zu ergänzen. Alle Leistungen sind so zu erbringen, dass der Betrieb von Nutzern und Mietern möglichst nicht gestört wird und besondere Anforderungen, etwa bei Veranstaltungen, berücksichtigt werden.

Zeitplan

Veröffentlichung
05.08.26
Teilnahmefrist
03.09.26
Vertragsbeginn
01.01.27

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
Vergabestelle@seninnsport.berlin.de
Telefon
000

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Mindestanforderungen

    • Nachweis, dass im Auftragsfall eine Haftpflichtversicherung über die Deckungssummen für
    • - Personenschäden (einzelne Person) in Höhe von 3 Mio. €,
    • - Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 3 Mio. €,
    • - Verlust von Schlüsseln oder Codekarten in Höhe von 500.000 €,
    • - Allmählichkeitsschäden in Höhe von 1 Mio. €
    • vorliegt.
    • Die Maximierung der Ersatzleistungen muss mindestens das Zweifache der Versicherungssumme betragen. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.
    • Weist die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung geringere Deckungssummen auf, ist dies unschädlich, sofern der Bewerber eine Eigenerklärung vorlegt, im Auftragsfall eine Versicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen.
    • Diese Erklärung ist dann zusätzlich mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Bei einer Bewerbergemeinschaft ist der Nachweis von jedem Mitglied der Gemeinschaft zu führen.
  • Mindestanforderungen

    • Nachweis von mindestens 10 technischen Fachkräften für TGA-Leistungen in Vollzeitstellen im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2025, 2024, 2023 bzw. 2024, 2023, 2022). Als technische Fachkräfte gelten Beschäftigte, die TGA-Planungs- und Überwachungsleistungen (z.B. Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung, Inbetriebnahme und Optimierung der technischen Ausrüstung) erbringen. Nicht dazu zählen beispielsweise Beschäftigte aus dem Back-Office.
    • Bewertung:
    • Bewertet wird die Anzahl der technischen Fachkräfte für TGA-Leistungen in Vollzeitstellen im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2025, 2024, 2023 bzw. 2024, 2023, 2022) nach folgender Systematik:
    • 5 Punkte: über 50 technische Fachkräfte
    • 4 Punkte: 36 bis 50 technische Fachkräfte
    • 3 Punkte: 26 bis 35 technische Fachkräfte
    • 2 Punkte: 16 bis 25 technische Fachkräfte
    • 1 Punkt: 10 bis 15 technische Fachkräfte
    • 0 Punkte: Weniger als 10 technische Fachkräfte
  • Mindestanforderungen an die Referenzen

    • Darstellung von drei Referenzen, die im Bereich TGM in vergleichbaren Objekten durchgeführt wurden und nicht älter sind als drei Jahre, bezogen auf den Termin der Auftragsbekanntmachung zu diesem Verfahren. Für noch nicht abgeschlossene Referenzen muss der Zeitraum für die Leistungserbringung mindestens 12 Monate betragen.
    • Bewertungskriterien für die Referenzen:
    • Bewertet wird, ob die nachfolgend benannten Teilanforderungen je Referenz vorliegen. Grundlage der Bewertung sind ausschließlich die drei im Referenzblatt eingereichten Referenzen.
    • a) Teilanforderung 1 – Vergleichbare TGA‑Anlagenbreite:
    • Die Referenz betrifft einen Auftrag über technisches Gebäudemanagement, bei dem der Auftragnehmer für den Betrieb und die Störungsbeseitigung mindestens der folgenden Anlagen verantwortlich war:
    • - Heizungs‑, Lüftungs‑ und Sanitäranlagen (HLS) und
    • - elektrotechnische Anlagen einschließlich Gebäudeleittechnik (GLT)
    • b) Teilanforderung 2 – Schichtbetrieb und Rufbereitschaft mit definierter Reaktionszeit:
    • Die Referenz weist einen organisierten Schichtbetrieb mit regelmäßigem Vor‑Ort‑Personal sowie eine geregelte Rufbereitschaft außerhalb der Kernzeiten aus. Die Reaktionszeit bei Störungen ist vertraglich oder konzeptionell festgelegt (z. B. Ankunft am Leistungsort innerhalb von maximal einer Stunde)
    • c) Teilanforderung 3 – Übernahme von Betreiber‑ / Verkehrssicherungspflichten für technische Anlagen:
    • In der Referenz ist ausdrücklich geregelt, dass der Auftragnehmer Betreiberpflichten oder gleichwertige Verkehrssicherungspflichten für technische Anlagen übernommen hat, mindestens die Folgenden
    • - Einhaltung gesetzlicher Prüf‑ und Wartungsfristen
    • - Dokumentation von Störungen und Unfällen
    • - Meldung und Behandlung von Gefahrenlagen
    • d) Teilanforderung 4 – Arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen mit besonderen Zutrittsanforderungen:
    • Die Referenz belegt, dass der Auftragnehmer technische Dienstleistungen in sicherheitsrelevanten Bereichen mit besonderen Zutrittsanforderungen erbracht hat, einschließlich:
    • Ausweissystemen zur Kennzeichnung des Personals
    • Sicherheitsüberprüfungen oder vergleichbaren Zuverlässigkeitsprüfungen des Personals
    • Beachtung von Haus‑ und Direktionsrechten des Auftraggebers
    • f) Teilanforderung 5 - zusammenhängende Liegenschaften in einem denkmalgeschützen Gebiet
    • Die Referenz betrifft einen Auftrag über technisches Gebäudemanagement, deren Leistungsort, aus mehreren zusammenhängenden Liegenschaften bestand, welche unter Denkmalschutz standen.
    • Anhand folgender Systematik werden die Referenzen bewertet (je Referenz und je Teilanforderung a-e):
    • Je vorliegender Teilanforderung und Referenz erhält der Bewerber einen Bewertungspunkt. Somit kann der Bewerber je Referenz 6 Bewertungspunkte erreichen.
    • Bewertet werden drei Referenzen, wobei die Bewertung jeder Referenz eine Gewichtung von 30 % einnimmt. Sollte der Bewerber mehr als drei Referenzen einreichen, werden die drei Referenzen bewertet, die im Bewerberbogen eingetragen wurden.

Zuschlagskriterien

  • 1. Preis Bewertet wird die Höhe der angebotenen Gesamtangebotssumme. Die Gesamtangebotssumme muss in dem Angebotsblatt eingetragen werden. Die höchstens zu erreichenden Bewertungspunkte auf der definierten Punkteskala (4 Bewertungspunkte) erhält der Bieter mit dem niedrigsten Preis. Alle anderen Bieter erhalten anteilige Bewertungspunkte nach folgender Formel

    Bewertungspunkte Bieter A = (niedrigste Preisangabe aller Bieter  / Preisangabe Bieter A ) x 5 Bewertungspunkte

  • 2. Ausführungskonzept Mit dem Angebot hat der Bieter ein Ausführungskonzept einzureichen. Die Konzeption soll die Optimierung der Dienstleistungen im Olympiapark erschöpfend wiedergeben. Die Angaben, die der Bieter im Rahmen des Realisierungskonzepts macht, müssen sich allesamt auf die in die Zukunft gerichtete konkrete Leistungserbringung im Auftragsfall beziehen. Nicht Gegenstand der Konzepte darf die generelle Eignung des Bieters sein. Die Bieterangaben im Realisierungskonzepten werden bei Beauftragung Vertragsbestandteil und sind somit über die gesamte Vertragslaufzeit für den Auftragnehmer bindend. Das Realisierungskonzept soll die Umsetzung der Anforderungen plausibel und nachvollziehbar erläutern. Der Auftraggeber hat für das Ausführungskonzept folgende Erwartungshaltung

    • - Wiedergabe der Struktur des für die Leistungsausführung vorgesehenen Teams und dessen Ausstattung, ebenso der Umgang mit Schnittstellen zu Dritten sowie ggf. zu vom Bieter für die Leistungsausführung benannten Nachunternehmern.
    • - Erläuterung des für die Leistung vorgesehenen Berichterstattungssystems gegenüber dem Auftraggeber sowie die Sicherung der Kommunikation mit den relevanten Stellen (u.a. Behörden) im Regelfall und in besonderen Situationen (z. B. bei Großveranstaltungen) von Interesse.
    • - Darstellung der Verfügbarkeit (u.a. Zeitangaben), insbesondere die Verfügbarkeit von zusätzlichem Personal bei besonderen Vorkommnissen bzw. außerhalb der Regelarbeitszeit.
    • - Vorstellung der geplanten Ablauforganisation vor und während der Auftragsübernahme.
    • - Darstellung des Serviceangebotes für den Auftraggeber
    • - Erkennbarkeit, wie weit die Leistung stetig verbessert werden soll, u.a. aufgrund von Mängeln und Beschwerden.

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Vergabeunterlagen

Eigenerklärung78 KB32 Seiten
Eignungskriterien37 KB6 Seiten
Preisblatt203 KB2 Tabellen
Konzeptvorlage89 KB24 Seiten
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