Gerüstbauarbeiten begleiten fast jede öffentliche Bau- und Sanierungsmaßnahme. Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, die Deutsche Bahn und Landesbetriebe schreiben Fassaden-, Schutz- und Traggerüste aus. Gerüstbaubetriebe erhalten dadurch Aufträge mit oft langer Standzeit, etwa bei Fassadensanierungen und Brückeninstandsetzungen.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Gerüstbauarbeiten-Vergaben veröffentlicht haben.
Standgerüste für Putz-, Maler- und Dacharbeiten an öffentlichen Gebäuden.
Gerüste zur Absturzsicherung und zum Schutz von Verkehrsflächen unterhalb der Baustelle.
Lastabtragende Gerüste für Schalung und Betonage im Ingenieur- und Brückenbau.
Eingehauste Gerüste mit Dach für witterungsunabhängiges Arbeiten an sensiblen Bauwerken.
Gerüstbauarbeiten umfassen das Stellen, Vorhalten und Abbauen von Arbeits- und Schutzgerüsten, Fassaden-, Raum- und Fahrgerüsten, Wetterschutzdächern sowie Absturzsicherungen für Bau-, Sanierungs- und Wartungsmaßnahmen. Öffentliche Auftraggeber vergeben das Gewerk begleitend zu Fassaden-, Dach- und Malerarbeiten an Schulen, Denkmälern, Brücken und Verwaltungsgebäuden. Häufig wird Gerüstbau als eigenes Los ausgeschrieben, weil das Gerüst mehreren nachfolgenden Gewerken dient, mit Abrechnung nach Standzeit und Fläche. Je nach Auftragswert kommen öffentliche oder beschränkte Ausschreibung zum Einsatz, kurzfristige Bedarfe freihändig. Nach der Bekanntmachung auf den Vergabeplattformen kalkulieren Bieter das Leistungsverzeichnis mit Aufbau- und Vorhaltepositionen, den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot.
Gerüstbauarbeiten sind Bauleistungen nach VOB/A, technisch maßgeblich ist die ATV DIN 18451 für Gerüstarbeiten, ergänzt um die Technischen Regeln für Betriebssicherheit zu Arbeitsgerüsten und die einschlägigen DGUV-Vorschriften zum Arbeitsschutz. Betriebe belegen ihre Eignung über den Handwerksrolleneintrag im Gerüstbauhandwerk, Referenzen vergleichbarer Einrüstungen, geschultes Personal mit Befähigungsnachweisen und die Betriebshaftpflicht, gebündelt in der Präqualifikation nach PQ-VOB. Weil Gerüste sicherheitsrelevant sind, verlangen Vergabestellen Nachweise zu Aufbau- und Verwendungsanleitungen, Prüfprotokollen und der Qualifikation der Kolonnenführer. Der Zuschlag erfolgt überwiegend über den Preis unter Berücksichtigung von Standzeit und Vorhaltekosten, bei komplexen Sonder- und Traggerüsten fließt das statische und arbeitssichere Konzept zusätzlich in die Wertung ein.
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Bei großen Vorhaben ja, weil lange Standzeiten und Sonderkonstruktionen eine gesonderte Kalkulation erfordern. Bei kleineren Maßnahmen ist der Gerüstbau als Position im Leistungsverzeichnis des Hauptgewerks enthalten.
Auftraggeber verlangen den Nachweis befähigter Personen für Auf- und Abbau, Referenzen vergleichbarer Gerüste sowie Statik und Aufbau- und Verwendungsanleitung für Sonderkonstruktionen. Für Traggerüste ist ein prüffähiger Standsicherheitsnachweis erforderlich.
Üblich ist eine Trennung nach Vorhaltung und Standzeit, sodass Grundvorhaltung und jede weitere Nutzungswoche getrennt vergütet werden. Das Leistungsverzeichnis nennt Gerüstflächen, Lastklassen und die geplante Vorhaltedauer.
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