Von Rathäusern über Schulen bis zu Kläranlagen benötigt die öffentliche Hand große Strommengen und schreibt deren Lieferung regelmäßig aus. Viele Vergaben verlangen zertifizierten Ökostrom und bündeln hunderte Abnahmestellen zu einem Los. Stromversorger sichern sich damit planbare Mengen über ein bis drei Jahre Laufzeit.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Strom-Vergaben veröffentlicht haben.
Belieferung mit zertifiziertem Grünstrom für Verwaltungsgebäude und Schulen
Zusammenfassung vieler Abnahmestellen eines Kreises oder Verbands in ein Los
Versorgung von Kläranlagen, Straßenbeleuchtung und Pumpwerken
Belieferung kommunaler Ladeinfrastruktur für den elektrischen Fuhrpark
Strom ist die am häufigsten ausgeschriebene Energiesparte der öffentlichen Hand, weil nahezu jede Liegenschaft vom Verwaltungsgebäude über Schulen bis zu Kläranlagen und Straßenbeleuchtung dauerhaft versorgt werden muss. Anders als beim umfassenderen Energiebegriff geht es hier gezielt um das Produkt Elektrizität und zunehmend um zertifizierten Ökostrom. Städte und kommunale Zweckverbände bündeln ihre Abnahmestellen oft über gemeinsame Vergabestellen und schreiben im offenen Verfahren aus. Die Aufteilung in Lose folgt Spannungsebenen, Verbrauchsgrößen oder Nutzungsarten wie Beleuchtung und Gebäude. Nach der EU-weiten Bekanntmachung kalkulieren die Versorger auf Basis prognostizierter Jahresverbräuche, und der Zuschlag ergeht auf das preislich günstigste Angebot für die definierte Belieferungsperiode.
Die Stromversorgung wird als Lieferleistung nach VgV im EU-Verfahren beschafft, unterhalb des Schwellenwerts greift die UVgO. Versorger belegen ihre Eignung durch die Zulassung als Elektrizitätslieferant, den Nachweis eines eigenen Bilanzkreises und Referenzen vergleichbarer kommunaler Belieferungen. Fordert der Auftraggeber Grünstrom, sind entwertete Herkunftsnachweise aus dem Register des Umweltbundesamtes verpflichtend, häufig ergänzt durch anerkannte Gütesiegel wie ok-power. Zusätzliche Kriterien betreffen den Ausschluss von Strom aus Kohle und Atomkraft sowie den Neuanlagenanteil. Da Strom ein homogenes Produkt ist, entscheidet regelmäßig allein der angebotene Arbeitspreis, gebunden an transparente Preisgleitklauseln für Netzentgelte, Steuern und gesetzliche Umlagen über die Vertragslaufzeit.
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Die Jahresverbräuche öffentlicher Liegenschaften überschreiten meist den EU-Schwellenwert für Lieferleistungen. Damit ist eine europaweite Vergabe nach der VgV verpflichtend.
Der Zuschlag erfolgt in der Regel auf den niedrigsten Gesamtpreis. Wegen der Börsenvolatilität arbeiten Vergabestellen oft mit Tranchenmodellen, festen Preisstichtagen oder sehr kurzen Bindefristen.
Üblich sind Herkunftsnachweise aus dem Register des Umweltbundesamts sowie Labels wie ok-power oder Grüner Strom. Teilweise wird zusätzlich ein Anteil aus Neuanlagen gefordert.
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