Kommunen, Landkreise und öffentliche Einrichtungen decken ihren Energiebedarf über Ausschreibungen für Strom, Erdgas, Fernwärme und Energiedienstleistungen. Häufig bündeln Einkaufsgemeinschaften den Bedarf vieler Liegenschaften zu großen Losen. Für Versorger und Contracting-Anbieter bedeuten diese Vergaben große Abnahmemengen mit fester Laufzeit.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Energie-Vergaben veröffentlicht haben.
Grund- und Bündelversorgung kommunaler Liegenschaften, oft mit geforderter Ökostromquote
Errichtung und Betrieb von Heizzentralen mit Wärmelieferung nach Verbrauch
Aufbau von Energiemonitoring und Umsetzung von Einsparmaßnahmen nach ISO 50001
Photovoltaik, Blockheizkraftwerke und Speicher für den Eigenbedarf öffentlicher Gebäude
Energie umfasst als Oberbegriff die Belieferung öffentlicher Liegenschaften mit Strom, Erdgas und Fernwärme sowie Leistungen wie Energiemanagement, Contracting und Betriebsführung. Kommunen, Landkreise, Hochschulen und Eigenbetriebe bündeln ihren Bedarf häufig in Einkaufsgemeinschaften, um größere Abnahmemengen und bessere Konditionen zu erzielen. Vergeben wird als Lieferleistung, oberhalb des EU-Schwellenwerts im offenen Verfahren, darunter über öffentliche Ausschreibung. Große Liegenschaftsportfolios werden in Lose nach Sparte, Region oder Abnahmestelle geteilt. Nach der Bekanntmachung auf den Vergabeplattformen reichen Versorger ihre Angebote auf definierte Jahresmengen ein, der Zuschlag fällt überwiegend auf den niedrigsten Arbeits- und Grundpreis. Rahmenvereinbarungen über zwei bis vier Jahre sichern Preise und Versorgung planbar ab.
Die Beschaffung von Energie erfolgt als Lieferleistung nach der VgV oberhalb und nach der UVgO unterhalb des Schwellenwerts, das Vergaberecht des Bundes und der Länder bildet den Rahmen. Bieter müssen ihre Zulassung als Energieversorger und die Bilanzkreisfähigkeit nachweisen, dazu kommen Angaben zu Umsatz, Referenzabnahmestellen und Versorgungssicherheit. Verlangen Auftraggeber Ökostrom, sind Herkunftsnachweise des Umweltbundesamtes oder Zertifikate wie das ok-power- oder Grüner-Strom-Label vorzulegen. Häufig fordern Ausschreibungen zusätzlich ein Energiemanagement nach ISO 50001. Gewertet wird meist rein über den Preis, da das Produkt Strom oder Gas physikalisch standardisiert ist, ergänzt um Nachhaltigkeitskriterien wie den Anteil erneuerbarer Erzeugung oder regionaler Herkunft.
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Kommunale Verbände oder Einkaufsgemeinschaften fassen den Bedarf vieler Liegenschaften zu einem oder mehreren Losen zusammen. Die größere Menge senkt den Preis, der Zuschlag fällt meist auf das günstigste Angebot.
Öffentliche Auftraggeber fordern zunehmend zertifizierten Grünstrom, etwa mit Herkunftsnachweisen oder Labels wie ok-power. Der Ökostromanteil ist dabei oft ein Muss-Kriterium oder fließt in die Wertung ein.
Wegen der hohen Jahresvolumina liegt die Beschaffung fast immer oberhalb des EU-Schwellenwerts und läuft nach der VgV europaweit. Angesichts volatiler Märkte kommen häufig kurze Bindefristen oder Preisgleitklauseln zum Einsatz.
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Um sich auf eine Ausschreibung zu bewerben, laden Sie zunächst die Vergabeunterlagen herunter. Prüfen Sie die Anforderungen, Eignungskriterien und Fristen sorgfältig. Bereiten Sie alle geforderten Nachweise vor und reichen Sie Ihr Angebot fristgerecht über das angegebene Vergabeportal ein.
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